Unser Glückskeks im Mai

Arztbesuch - www.expatmamas.de - England Besuch in der Surgery #imauslandzuhauseArztbesuch

„Der Doktor und das liebe Vieh“ – erinnert sich vielleicht noch jemand an diese BBC-Fernsehserie der späten 70er und 80er Jahre (Originaltitel: All Creatures Great and Small)? Egal. Muss man auch nicht. Aber mir schoss unwillkürlich diese Analogie durch den Kopf, als ich eines Mittags von einem Arzttermin heimwankte in breitem Cowboy-Schritt. Ich war zwar nicht beim Tierarzt gewesen (den Versuch unserer Nanny, die Kinder mit einem Aquarium zu beglücken, konnten wir in letzter Minute abwenden), nein, ich hatte einfach nur im Nachbardorf unsere übliche Surgery besucht. Und dieser Besuch hatte es in sich. Weiterlesen

Unser Glückskeks im April: Seelennahrung

Unser Glückskeks im April: Seelennahrung - Oder: Warum Fastfood manchmal glücklich macht - www.expatmamas.de - SingapurOder: Warum Fastfood manchmal glücklich macht

Mittags kurz nach 12. Ich bin auf Sightseeingtour in Singapur mit einer Bekannten, denn das Kind ist ja gut aufgehoben in der Schule. Aber ein sichernder Blick auf’s Handy kann nicht schaden, weil der Papa trotz Männergrippe zum Quartalsmeeting nach Europa unterwegs ist. Schockstarre! Fünf verpasste Anrufe vom Kind, die ich nicht gehört hatte. Das Mama-Herz schlägt gleich bis zum Hals! Meine 11-Jährige rief mich in der Lunchpause also weinend an, weil NIEMAND mit ihr reden und spielen wollte (wir haben gerade „Zickenterror“ unter den Mädels ihrer Klasse, in die sie erst seit ein paar Wochen geht). Das Töchterlein ist ganz aufgelöst, weil sie nicht wusste warum und wieso das alles. Weiterlesen

Unser Glückskeks im März: Ehrlich währt am Längsten

Ehrlich währt am längsten - www.expatmamas.de - Carrefour in Abu DhabiOder: „Hier in den Emiraten kommt nichts weg!“

Neulich war ich im Supermarkt Wocheneinkauf machen. Eigentlich nichts Besonderes. Zuvor stoppte ich an einem der vielen Geldautomaten; doch die Summe, die ich eintippte, wollte meine Kreditkarte nicht herausrücken. Januar ist eben ein kostenintensiver Monat, auch hier – da kann das schon mal passieren. Enttäuscht manövrierte ich meinen Einkaufswagen rückwärts. Ein emiratischer Vater näherte sich in seinem edlen weißen Gewand. Er schob einen Kinderwagen samt Baby vor sich her. Mit freundlicher Geste machte ich Platz, er dankte lächelnd. Aus den Augenwinkeln sah ich seine Frau in Abaja* mit einem kleinen Mädchen an der Hand sich hinzugesellen.

Ich ging meiner Wege und begann, nach und nach die Posten meines Einkaufszettels abzuhaken. Als ich bereits auf dem Weg zur Kasse war und vor dem Kühlregal mit den französischen Käsesorten nur noch schnell entschied, ob es der übliche Camembert oder doch Ziegenrolle oder aber Roquefort sein solle – sprach mich einer der Wachmänner an, die in den Einkaufstempeln hierzulande überall Dienst tun:

„Excuse me, Ma’m, did you lose your credit card?“

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Unser Glückskeks im Februar

Schneechaos in Alabama – Odyssee mit Happy End

Alabama. Da denkt man an den Film „Sweet Home Alabama“, viel Sonnenschein und ewige Sommer. Daran, dass die Winter kurzfristig richtig kalt werden können und dass es sogar schneit, denkt wahrscheinlich niemand.

In unserem ersten Winter in Alabama wurde ich von den Nachbarn vor Schnee gewarnt, sogar mehrmals. Kommt selten vor, aber wenn… dann endet es im Chaos, haben sie alle gesagt. Gelacht habe ich darüber, herzlichst. Schnee in den Südstaaten der USA, wie schlimm kann das schon sein? Ich bin in Österreich aufgewachsen, Schnee sollte für mich also kein Problem sein. Ich sollte eines Besseren belehrt werden… Weiterlesen

Unser Glückskeks im Januar

Skifahren – oder: Mutterglück ist, wenn alle schlafen

Als Expat macht man gelegentlich Blödsinn – vor allem, wenn man glaubt etwas Gewohntes unbedingt brauchen zu müssen. Bei mir war nach drei Wintern ohne Fernsicht, Gipfelglühn und Kaiserschmarrn der Traum vom Skiurlaub zur fixen Idee geworden. Die Kinder schienen mir mit 3 und 2 Jahren tatsächlich groß genug für die Piste (ja, ich sagte schon, der Schritt zum Irrsinn ist manchmal klein) und die Alpen glaubte ich in erreichbarer Nähe. Weiterlesen

Unser Glückskeks im Dezember

Unser Glückskeks im DezemberWeihnachten steht vor der Tür

Wenn Weihnachten kommt, stellt sich für Expats die Frage: Heimkehren wie Maria und Josef oder in der neuen Heimat feiern? Wir haben uns für letzteres entschieden und jedes Weihnachtsfest unserer Expat-Jahre in England verbracht. Wenn schon, denn schon, dachten wir. Wir freuten uns auf eine Christmette im schnuckeligen Dorfkirchlein und auf das knisternde Feuer im Kamin (Zugegeben, die Entscheidung fiel auch so aus, weil wir uns im ersten Jahr vor einer Reise mit einer knapp Einjährigen, dickem Babybauch und einer Winterüberquerung des Kanals fürchteten.)  Damit begründeten wir unsere eigene kleine Weihnachtstradition, die noch ein paar ungeahnte Höhepunkte bereithalten würde. Hier eine kurze Zusammenfassung: Weiterlesen

Unser Glückskeks im Oktober

pipi-to-goPipi to go

Die Expatmamas-Glückskekse erzählen Anekdoten von Mamas rund um den Globus. Lustiges, Launiges, Lehrreiches oder auch Ägerliches aus dem neuen Alltag. Heute: Chrystelle aus London.

Im Ausland lernt man so manch ein neues Alltagshelferlein kennen, das man hinterher nicht mehr missen möchte. Bei uns war ein es Kleinkind-Accessoire der besonderen Art.

Ich wollte im Sommer mit dem Topf-Training für meine Tochter (2 ½ Jahre) anfangen. Es ist doch viel leichter im Sommer, oder? Am Anfang musste sie, wie erwartet, sehr oft und ziemlich schnell, was völlig normal ist. Es kam schon mal vor, dass wir auf dem Spielplatz am Waldrand oder in einem Laden ohne Toilette waren. Kein Problem, dachte ich. Dann geht man einfach hinter den nächsten Baum oder auch mal in den Rinnstein zwischen zwei parkende Autos, wo man uns nicht allzu sehr sieht und wir erledigen das kleine Geschäftchen so diskret es geht. Ist meiner Meinung nach nicht schlimmer, als wenn ein Hund sein Bein hebt, oder? Nun, in England anscheinend doch. Weiterlesen

Unser Glückskeks im Juli

Englischer SommerEnglischer Sommer

Brexit, EM-Niederlage – es vergeht gerade kaum ein Tag, an dem ich nicht an mein geliebtes England denke. Vier Jahre Expat-Leben hinterlassen eben ihre Spuren. Und da noch dazu der Sommer heuer in Süddeutschland eher trübe und nass ist, kommen ungefragt die Erinnerungen: Sommerwochen mit so richtig schönem Klischee-England-Regenwetter; Juli-Tage, an denen wir nicht viel vor die Tür gingen und selbst im Auto Angst haben mussten, nass zu werden. Im Auto nass? Ja, genau. Ich übertreibe ja selten. Weiterlesen