Third Culture Kids (TCK)

Third Culture KidsMit dem Umzug ins Ausland zählen unsere Kinder früher oder später zu den sogenannten Third Culture Kids (TCKs). Sie verbringen einen Teil ihrer Entwicklungsjahre in einer Kultur, die nicht die ihrer Eltern ist, die aber durch ihren Expat-Status auch nicht identisch ist mit der ihres Gastlandes, sondern eben eine Mischung. Das ist kein Makel, sondern zunächst nur eine Tatsache, die wir uns immer wieder vor Augen führen sollten, um unsere Kinder besser zu verstehen.

Welche Chancen, aber auch welche Schwierigkeiten sich dadurch für unsere Kinder ergeben, ist wunderbar beschrieben in dem Buch von Pollok/vanReken/Pflüger: Third Culture Kids. Aufwachsen in mehreren Kulturen, das ihr bei unseren Buchempfehlungen findet. Einen Einstieg bietet auch wie immer Wikipedia oder ihr besucht im Netz das Online-Magazin Denizen, das sich ausschließlich mit TCKs befasst und viele persönliche Geschichten enthält.

Wichtig ist, sich vor Augen zu führen, dass Third Culture Kids auch nach der Rückkehr nach Deutschland durch ihre besonderen Erfahrungen immer anderes geprägt sein werden; einmal TCK immer TCK. Einen schönen Artikel dazu von Expatmama Silke Pedersen findet ihr hier: Die kulturellen Chamäleons. Außerdem kann euch dieser Gastbeitrag von Anne Wöste – Coach und ebenfalls Expatmama – bei mir auf dem Blog weiterhelfen, wenn es darum geht, wie wir unsere TCKs am Besten trösten.

Mehr Wissenswertes gibt es auch auf dem Expatmamas Pinterest-Board „Third Culture Kids“

Darüber hinaus bin ich natürlich neugierig auf eure Erfahrungen. Was ist typisch für eure eigenen Third Culture Kids? Und habt ihr Tipps für andere Expatmamas? Ich freue mich sehr, wenn ihr einen Kommentar hinterlassen wollt.

Kommentare (2) Schreibe einen Kommentar

  1. „Als wir nach Deutschland zurückkehrten, war uns nicht klar, dass es für unsere Kinder keine Rückkehr war. Unsere Tochter war bei unserer Ausreise erst drei Monate alt gewesen, unser Sohn wurde in England geboren. Sie kannten Deutschland nur von Besuchen. Wir wunderten uns, wie schwer sie sich zum Teil einlebten. Erst allmählich wurde uns klar, dass die „Heimkehr“ für sie ein Kulturschock war.“ (Jonna, Naseby)

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  2. Als wir nach Frankreich zogen, war mein Grosser gerade mal 3 Jahre alt und alle sagten uns, dass so ein Umzug in dem Alter gar nicht so problematisch sei. Es hat aber tatsächlich lange gedauert, bis er hier wirklich ankam. Aber er fühlt sich nicht wie ein Franzose, aber nach Deutschland gehört er irgendwie auch nicht mehr. Wir sitzen so irgendwie „zwischen den Stühlen“.

    Meine Gedanken zu meinem Third Culture Kid habe ich hier verbloggt, vielleicht geht es Euch ähnlich?
    http://tafjora.blogspot.fr/2014/06/wo-bin-ich-zuhause-third-culture-kids.html

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