Neu in … Peking

Neu in ... Peking - www.expatmamas.de - Chinesische MauerNach einem Jahr Fernbeziehung Deutschland – China lebt Gerlind seit 6 Monaten mit ihren zwei Jungs in Peking. Ihre ersten Eindrücke und Tipps lest ihr in unserem neuesten Interview der Reihe „Neu in …“.

Liebe Gerlind, wo bist Du mit Deiner Familie gelandet?
Wir leben seit August 2015 in Peking, d.h. mein Mann schon ein Jahr länger, unsere beiden kleinen Söhne, 2004 und 2006 geboren, und ich sind dann hinterhergezogen. Unsere drei erwachsenen Kinder sind in Deutschland an ihren jeweiligen Unis geblieben.

Was war Dein erster Eindruck?
Die Jungs und ich waren das erste Mal in Peking Ende Februar 2015: Kennenlern-Trip. Als wir aus dem Flughafen rauskamen, dachte ich nur: „Das riecht hier wie Berlin in den 70er Jahren.“ Abgesehen davon war alles einfach nur riesig – der Flughafen, die Straßen, die Häuser, die Plätze, die Entfernungen – alles.

Was ist Dein neuer Lieblingsort?
Es gibt hier unglaublich viele schöne und beeindruckende Orte und Plätze (Tempel, Parks, Seen, die Mauer natürlich), aber mit am liebsten ist mir der Ditan-Park in der Nähe vom Lama-Tempel. Dort tobt vormittags wie in anderen Parks auch das Leben, überwiegend Senioren, ein paar (Enkel-) Kinder. Dort wird getanzt, Sport gemacht, und auf einem Hügel gibt es einen „Chor“ – dieses bunte Leben dort, die Musik, ich hatte beim ersten Besuch Gänsehaut, so wundervoll fand ich es! Auch in anderen Parks gibt es solche Chöre, aber im Ditan-Park ist es besonders schön.

Was gefällt Deiner Familie bisher am Besten?
Das wir wieder als Familie zusammenleben – die Pendelei im Jahr davor war anstrengend, den Jungs hat der Papa gefehlt. Und dass das nun in Peking ist, das ist eine tolle, spannende Erfahrung für uns alle!

Was war das Nützlichste, was Du von zuhause mitgebracht hast?
Mein Laptop – unverzichtbar für die Kommunikation mit Freunden und Verwandten, sowie für Hörbücher und Filme.
Die eReader – wunderbar, wenn man an Smog-Drinnen-Tagen so unkompliziert Lesefutter nachladen kann.
Tagescreme – habe ich in Deutschland nur selten benutzt, aber hier ist die Luft so unglaublich trocken, dass es ohne nicht geht. Und wenn man sonst beinah alles kaufen kann, in den meisten Tagescremes hier ist „Whitener“ – muss nicht sein.

Wer oder was hat Dir in den ersten Tagen/Wochen am meisten geholfen?
Die Patengruppe! Insbesondere das Kennenlerntreffen für Neuankömmlinge war ein toller Einstieg für mich. Dort haben sich nicht nur Organisationen und Initiativen vorgestellt, sondern es war eine unkomplizierte Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen, selbst für Schüchterne. Kann ich also nur empfehlen: sobald man weiss, dass es nach Peking geht, sich an die Patengruppe zu wenden.

Was wäre Dein Tipp für alle Neuankömmlinge?
Versuchen, schon vorher Kontakte zu knüpfen, z.B. eben Kontakt zur Patengruppe aufnehmen und deren Angebote nutzen – das hilft beim Zurechtfinden in Peking ungemein und unkomplizierter und schneller kann man kaum nette Menschen kennenlernen.
Lernen, über den eigenen Schatten zu springen, neues auszuprobieren – wann, wenn nicht in einer neuen Stadt in einem neuen Land?

Worauf freust Du Dich in den nächsten Wochen am Meisten?
Auf den Frühling und den Sommer! Der kalte Winter in Verbindung mit dem Smog hat hier für viele Erkältungen gesorgt, wird Zeit, dass das vorbeigeht! Überhaupt wieder mehr und länger draußen sein!

Liebe Gerlind, vielen Dank, dass Du Dir Zeit genommen hast. Deine Antworten sind unschätzbar für andere. Expatmamas wünscht Dir und Deiner Familie alles Gute und eine tolle Zeit!

Wer mehr über Peking und das Expat-Leben dort lesen möchte, sollte unbedingt auf Gerlinds Blog vorbeischauen.Und da Fragen manchmal erst im Nachhinein Gedanken auslösen, hat sie unser Gespräch dort noch einmal aufgegriffen und vertieft in ihrem Beitrag: Expatmamas – Neu in … Peking.

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