Expat-Leben: Wenn der Terror näher kommt – Vier Expatmamas berichten

wenn-der-terror-naeher-kommt - www.expatmamas.de - Expat-Erlebnisse aus Paris, Dhaka, Istanbul

Blumen und Kerzen für die Opfer in Dhaka

In diesem Sommer schrieb DER SPIEGEL, in Deutschland sei die Gefahr an seinem Essen zu ersticken statistisch immer noch größer als Opfer eines Terroraktes zu werden. In anderen Ländern ist das nicht so. Expat-Familien sehen sich mancherorts Situationen gegenüber, die sie vor die Fragen stellen: Können bzw. wollen wir hier noch leben?

Als ich mit meiner Familie vor ein paar Monaten in Rom war, konnten wir ahnen, wie sich mancherorts der Alltag verändert hat. Die Stadt glich einem Hochsicherheitstrakt. An jedem Platz ein Jeep und zwei bis unter die Zähne bewaffnete Soldaten; Taschenkontrollen im Kolosseum; Durchleuchtung wie am Flughafen für alle, die den Petersplatz betreten wollten. Und das war Wochen VOR den Anschlägen in Istanbul, Brüssel und Nizza. Wir alle empfanden die Militärpräsenz als beklemmend.

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Flirten auf Türkisch

Seit wir in Istanbul leben, stoßen meine Kinder in der Öffentlichkeit nicht auf Ignoranz, Skepsis oder sogar Ablehnung, wie in Deutschland. Als wir noch in Deutschland lebten, war uns die Familienfeindlichkeit im Alltag gar nicht wirklich bewusst, wir kannten es ja nicht anders. Während wir unsere beiden Töchter früher unter missbilligenden Blicken in Restaurants dazu anhalten mussten, ruhig zu sitzen, mit gedämpfter Stimme zu sprechen (Kinder, haha!) und nicht mit dem Besteck zu klirren oder gar irgendwelche Sonderwünsche durch den Raum zu plärren, werden sie hier in Istanbul von Kellnern um die Tische gejagt, durch die Luft gewirbelt und mit Süßigkeiten verwöhnt. Weiterlesen