Blick über den Tellerrand

Blick über den Tellerrand - www.expatmamas.de - #expatleben #lebenimausland #expatmamas #expatmanagement #gastbeitragIm Leben kommt es ja oft darauf an, wem man begegnet. Kommen wir an einen neuen Ort und der erste Kontakt ist ein unfreundlicher Mensch, sind wir geneigt, alles viel negativer zu betrachten. Gehen wir auf eine Party und haben schon in den ersten Minuten ein nettes Gespräch, gehen wir davon aus, dass wir einen tollen Abend vor uns haben. Überhaupt: Gespräche. Das Gefühl zu haben, dass es jemanden gibt, der gerne zuhört, der einfach da ist und uns Aufmerksamkeit schenkt, ist oft erst einmal viel entscheidender dabei, wie wir eine Situation bewerten, als der tatsächliche Input des Anderen. Beispiel Entsendung: Als begleitende Expat-Partnerin macht es u.a. einen großen Unterschied, wem man beim entsendenden Unternehmen begegnet. Gibt es in der Personalabteilung jemanden, der mich anhört? Oder bleiben das anonyme Büromenschen, die sich nur um den angestellten Expat kümmern, aber bitte mit dem Anhang nichts zu tun haben wollen? Gerade wenn Unternehmen die begleitenden Partner und Familien nicht explizit in die Betreuung der Expats mit einbeziehen, kommt es sehr darauf an, wem man auf der anderen Seite des Schreibtischs begegnet und ob derjenige es sich selbst zur Aufgabe macht, den Expat-Partner anzuhören. Bei mir war das leider nicht der Fall. Die Personalabteilung war für mich eine Black Box, die Kommunikation verlief als Stille-Post-Spiel über meinen Mann. Dass es im selben Unternehmen auch anders gehen kann, habe ich erst gelernt, als ich Andrea Hohlweck traf. Sie erzählt euch heute von der anderen Seite des Schreibtischs. Weiterlesen

Frisch gelesen: Friendship Book – for kids on the move

Friendship Book - www.expatmamas.de - #Expat #ThirdCultureKids #TCK #Lebenimausland #Freundebuch #FriendshipBook #Expatleben #BuchtippEigentlich kann man nicht sagen, dass ich dieses Buch gelesen habe. Denn dieses Buch ist ein Buch zum Reinschreiben, ein Freundebuch. „Frisch gelesen“ – wie meine Buchtipp-Reihe heißt – ist also in diesem Fall zu übersetzen mit: geblättert, verliebt und gleich weiterempfohlen.

Sicher hat jedes eurer Kinder ein Freundebuch. Und sicher habt ihr es genutzt, um vor der Ausreise, Erinnerungen zu sammeln. Freundebücher helfen, den Trennungsschmerz zu lindern, bis die Kinder im neuen Leben ankommen und neue Freunde finden. Die Expat-Jahre ziehen dahin und eines Tages heißt es dann wieder: Lebewohl sagen. Und wieder sucht ihr ein Freundebuch, aber ihr werdet sagen: Bitte kein Deutsches, denn das versteht in eurer Expat-Heimat keiner und bitte keines das nach Dingen fragt, die dort keine Bedeutung haben (wie z.B. das Sternzeichen) oder die schon beim Eintrag veraltet sind (wie Adresse oder Telefonnummer).   Weiterlesen

Neu in … Brasilien

Neu in Brasilien #Expat #Brasilien #Lebenimausland #Expatmamas #ExpatblogStrand, Meer und Palmen – so stelle ich mir Brasilien vor. Es gibt aber auch Fachwerkhäuser mit Blumenkästen und karierten Gardinen. Zumindest dort, wo Natascha seit letztem Herbst mit ihrer Familie wohnt. Von ihrem Leben auf der Südhalbkugel erzählt sie uns heute in einem neuen Interview aus der Expatmamas-Reihe: „Neu in…“. Und ganz besonders freue ich mich immer, wenn ich bei dieser Gelegenheit sehe, dass sich Bedenken vom Anfang in mancher Hinsicht nicht nur zerstreut haben, sondern sogar viel besser laufen als gehofft: so wie die Neurodermitis ihres kleinen Sohnes.

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Third Culture Kids – Teil 6: Schätze

Blogserie Third Culture Kids: Schätze - www.expatmamas.de - #TCK #Trauer #Trost #ThirdCultureKidsNie werde ich den Tag vergessen, an dem die Kuschel-Maus verschwand. Die Maus begleitete meine Tochter, seit sie in der Lage war, ein Stofftier zu halten; sie war das erste, was sie morgens in den Arm nahm und das letzte, was sie zum Einschlafen brauchte. Ihr Ein und Alles – zwei Jahre lang. Dann kamen die Möbelpacker und in all dem Chaos war Maus plötzlich weg und blieb verschwunden. Selbst als alle Kisten im neuen Haus wieder ausgepackt waren, keine Spur von Maus. Es war eine Tragödie. Meine Mutter telefonierte sich durch sämtliche Spielwarengeschäfte bis zum Hersteller durch, um eine Doppelgängerin zu finden (seither weiß ich, dass es bei Stofftieren Kollektionen gibt, die sich saisonal ändern). Doch wir hatten kein Glück. Nur eine ähnliche, kleinere Maus aus der gleichen Kollektion war aufzutreiben. Sie kam dann eines Tages in einem Paket zu uns nach England wie bei Jim Knopf, begleitet von einem liebevollen Brief (meiner Mama): Ob wir uns um Baby-Maus kümmern könnten, bis ihre Mama-Maus von ihrer Reise zurück sei. Wir konnten. Ein kleines Pflaster für sie Kinderseele meiner Tochter, die ihren ersten großen Verlust verkraften musste. Denn Maus war ihre Freundin, nicht nur ein Schmusetier. Über solche Verluste schreibt Ann heute in ihrem letzten Beitrag unserer Serie „Third Culture Kids“ und vor allem darüber, wie wir mit den Verlusten unserer Kinder umgehen sollten.    Weiterlesen

Unsere 5 liebsten englischen Weihnachtsbücher für Kinder – Bloggers Weihnacht 2017

Unsere 5 liebsten englischen Weihnachtsbücher für Kinder - www.expatmamas.de - #England #Weihnachten #Kinderbücher #BuchtippsDie Expatmamas sind zu Gast. Und wenn man irgendwo eingeladen ist, bringt man ein kleines Geschenk mit. In diesem Fall ist es ein Wortgeschenk für Tanja von Tafjora und eingeladen bin ich, bei ihrem wunderbaren Adventskalender „Bloggers Weihnacht“ mitzumachen.

Tanja war eine der ersten Expatmama-Bloggerinnen, die ich in den Kindertagen meiner Website auf die Blogliste setzen durfte. Sie lebte damals noch mit ihrer Familie in der Nähe von Bordeaux und schrieb über ihr französisches Leben mit Kleinkindern; über Kindergarten und Sprachprobleme, Feste und Ferien, Fremd sein und Ankommen – das ganze Expat-Programm eben. Nun ist sie schon seit 3 Jahren wieder in Deutschland – und schreibt weiter. Immer zu Weihnachten lädt sie 24 Bloggerinnen ein, ihre Fragen zu beantworten und ein Türchen zu füllen. Ich freue mich sehr, dass ich nun dabei sein darf und habe ihr und euch 5 unserer liebsten englischen Weihnachtsbücher mitgebracht, die auch noch nach unserer Auslandszeit lange die Adventsnachmittage begleitet haben. Weiterlesen

Third Culture Kids – Teil 5: Fremd im eigenen Land

Blogserie Third Culture Kids - www.expatmamas.de - #Rückkehr #Third Culture Kids #TCKAls wir nach Deutschland zurückkamen, hatte ich etwas Entscheidendes nicht verstanden: Für unsere Kinder (damals 3 und 4) war es keine Rückkehr. Ich hatte nicht erwartet, dass sie Probleme haben würden und habe deswegen ihren Kummer zu lange übersehen. Ich fand ihr Erstaunen darüber, dass ja alle Deutsch sprachen, eher drollig; ihre Tränen über dies und das erklärte ich mit Übermüdung und die grauenhaften Wutanfälle mit einer ungewöhnlichen Trotzphase. Erst als Kind 1 aufhörte, regelmäßig auf Toilette zu gehen, Kind 2 dagegen das Bett nachts wieder nass machte, dämmerte mir, dass da was im Argen lag. Heute würde ich sagen: Der Groschen fiel pfennigweise. Hätte ich nur Ann schon gekannt und ihre 5 Tipps für die Rückkehr mit Kindern, dann wäre ich in diese Falle nicht getappt. Weiterlesen

Third Culture Kids – Teil 4: Heimatlos?

Blogserie Third Culture Kids Teil 4 - www.expatmamas.de - Heimat Migrationsinstinkt TCKIch bin als Kind dreimal umgezogen – wenn auch nur innerhalb Deutschlands. Trotzdem fällt es mir heute schwer, eine Frage zu beantworten: Woher kommst du? Wie viel komplizierter wird es da für manche Expat-Kinder, die in anderen Ländern gelebt haben. Und was bedeutet das für ihre Entwicklung? Wie wirkt sich das auf ihre Identität aus? Äußerlich Meister der Anpassung und innerlich zerrissen? Weltoffen oder bindungsarm? Diesen Fragen geht Ann in ihrem heutigen Beitrag zu unserer Serie „Third Culture Kids“ auf den Grund. Weiterlesen

„Ich habe nur eine andere Geschichte“ – Ein Third Culture Kid erzählt

Ein Third Culture Kid erzählt - www.expatmamas.de - TCK Expat-Kind Kindheit im AuslandNeulich hinter den Blog-Kulissen fragte das Kind:
„Warum brauchst du meine Puppen?“
„Ich möchte ein Foto machen für eine neue Artikel-Serie auf der Website.“
„Worum geht es da?“
„Um Kinder wie dich, die eine Zeit lang im Ausland gelebt haben.“
„Oh, dazu will ich auch was schreiben!“
Und wenn mein Kind das sagt, setzt es sich hin und schreibt. Und ihr könnt euch jetzt hinsetzen und lesen, was es schreibt. Weiterlesen

Third Culture Kids – Teil 3: Mutterglück

Blogserie Third Culture Kids - www.expatmamas.de - MutterglückJede Mama möchte alles richtig machen. Und wenn die Kinder unter dem von uns „verschuldeten“ Umzug ins Ausland leiden, dann erst recht. Wir ziehen uns jeden Schuh an: sei es das Heimweh der Kinder, ihre Einsamkeit in der ersten Zeit, ihre Schulschwierigkeiten, Probleme mit dem Essen, dem Wetter, den Menschen. Und es ist richtig und wichtig, dass wir da sind, zuhören und trösten. Aber es ist auch wichtig, dass wir Verantwortung abgeben, loslassen und uns gegenseitig unter die Arme greifen. Denn bei manchen Themen hilft es auch, wenn Mama nicht Teil der Lösung ist. Ich denke da nur an meine eigenen zeternden Sprösslinge, die am Skihang nicht nur Ski, Abhang und Nebel verfluchen, sondern auch die schreckliche Mutter, die natürlich an ALLEM schuld hat. Und dieselben Kinder rappeln sich eine Minute später beim Anblick des Skilehrers klaglos auf und düsen los. Mut zur Lücke also – auch bei Third Culture Kids. Weiterlesen