Zum Muttertag: Ein Brief an eine Expatmama

Expatmamas Printable - www.expatmamas.de - Expatmamas Botschaft zum Muttertag #expatmamasposter #muttertag #expatmamasIhr Mamas im Auslandseinsatz macht einen super Job! Und während euch die Kinder vielleicht mit einem Herzchen aus einer Strickliesel-Wurst zum Muttertag beglücken, werdet ihr sonst wahrscheinlich nicht mit warmen Worten überschüttet. Oder hat euch das entsendende Unternehmen einen Dankesbrief geschrieben? Mit klaren Worten, warum euer täglicher Einsatz so wichtig ist? Eben. Darum tu ich das jetzt, stellvertretend, und vielleicht fühlt sich der ein oder andere HR-Manager inspiriert.

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Unser Glückskeks im April: Seelennahrung

Unser Glückskeks im April: Seelennahrung - Oder: Warum Fastfood manchmal glücklich macht - www.expatmamas.de - SingapurOder: Warum Fastfood manchmal glücklich macht

Mittags kurz nach 12. Ich bin auf Sightseeingtour in Singapur mit einer Bekannten, denn das Kind ist ja gut aufgehoben in der Schule. Aber ein sichernder Blick auf’s Handy kann nicht schaden, weil der Papa trotz Männergrippe zum Quartalsmeeting nach Europa unterwegs ist. Schockstarre! Fünf verpasste Anrufe vom Kind, die ich nicht gehört hatte. Das Mama-Herz schlägt gleich bis zum Hals! Meine 11-Jährige rief mich in der Lunchpause also weinend an, weil NIEMAND mit ihr reden und spielen wollte (wir haben gerade „Zickenterror“ unter den Mädels ihrer Klasse, in die sie erst seit ein paar Wochen geht). Das Töchterlein ist ganz aufgelöst, weil sie nicht wusste warum und wieso das alles. Weiterlesen

Expat-Leben: Türen öffnen kann man nicht nur an Weihnachten

Ein Kind zu bekommen in meinem ersten Expat-Jahr war eine der einschneidensten Erfahrungen. Ich habe mich oft allein und überfordert gefühlt, obwohl ich objektiv betrachtet nichts entbehren musste. Einen sorgenden Mann daheim, die Familie erreichbar, ein schönes Zuhause, kein Mangel an nichts. Es war allein das Gefühl des Fremdseins, das noch frische Trauma der ersten Entbindung, die Aussicht auf eine Operation, Sprachbarrieren, ein ungewohntes Gesundheitssystem…

Letzten Herbst sah ich die Bilder, der vielen ankommenden Flüchtlinge. Immer wieder fielen mir vor allem die Mütter auf mit den Allerkleinsten. „Was müssen sie Unvorstellbares leisten“, schoss es mir eins ums andere Mal durch den Kopf. „Wie kann man trösten, wenn man selbst voll Kummer ist?“ Weiterlesen

Expat-Leben: Ein Wunschzettel nicht für den Weihnachtsmann oder das Christkind

Expatmamas-WunschzettelAlle Jahre wieder schreiben die Kinder sorgfältig ihre Wunschzettel. Lange Listen, die nicht nur Sehnsüchte sondern auch Bedürfnisse spiegeln. Herzallerliebst, dass sie ihren Katalog der Maximalforderungen inzwischen mit einleitenden Sätzen ans Christkind begleiten: „Liebes Christkind, in diesem Jahr wünsche ich mir einige Dinge. Ich hoffe, es wird dir nicht zu viel. Mir ist klar, dass du nicht alle Wünsche erfüllen kannst.“
Ja, das Christkind wird auch in diesem Jahr keinen Hund bringen, aber ihm ist inzwischen bewusst, dass dem Bedürfnis anders entsprochen werden kann und muss. Und während wir Mamas die Wunschzettel unserer Kinder bequatschen, dabei das Jahr Revue passieren lassen und über das Kommende sprechen, wird Tina und mir plötzlich klar, dass wir auch einen inneren Wunschzettel haben. Einen ganz besonderen. Nicht unbedingt fürs Christkind oder den Weihnachtsmann, aber an die Unternehmen, die Familien ins Ausland schicken.
Aus unseren eigenen Erfahrungen heraus und den vielen Gesprächen mit Expatmamas überall auf der Welt wissen wir um viele Wünsche von Expat-Familien, die derzeit in den allermeisten Fällen unerfüllt bleiben. Bedürfnisse, die ignoriert werden. Anliegen, die nicht gehört werden, weil sie oft unausgesprochen bleiben. Und so wie die Kinderseele sich einmal im Jahr die Sehnsüchte von der Seele schreibt, so wollen wir es in diesem Jahr auch tun. Vordergründig mag es bei den Kleinen wie bei uns (auch) um Materielles gehen. Im Kern aber reden wir davon, Familien nicht allein zu lassen mit ihren inneren Bedürfnissen. Hier also unser Expatmamas-Wunschzettel! Weiterlesen

Expat-Leben: Was für mich

Oder: Warum Selfcare mehr als eine gute Massage istOder: Warum Selfcare mehr als eine gute Massage ist

Ich gehöre zu den Leuten, die meinen alles (oder zumindest vieles) mit sich selber ausmachen zu müssen. Manchmal kaue ich wochen- oder sogar monatelang auf Themen herum und es kann schon mal passieren, dass ich das erst merke, wenn ich die Kinder grundlos anraunze oder bei einer Massage merke, wie plötzlich die Tränen quellen. Es tropft durch das Luftloch in der Liege und mir wird klar, dass sich etwas Bahn bricht. Im wahrsten Sinne des Wortes. Das Mama-Sein gepaart mit dem Expatleben (oder auch jedes schon allein für sich) bietet jede Menge Stoff, mit sich zu ringen, eine Balance zu finden zwischen eigenem Anspruch und äußeren Gegebenheiten. Der Alltag wird durch Kinder und Ausland ordentlich durchgerüttelt. Ich hatte manchmal das Gefühl, ich justiere ständig nach. Jeden Tag. Weil sich Schlafrhythmen ändern, Essgewohnheiten, Kursprogramme… Weil plötzlich Wasser durch die Decke tropft oder der Linksverkehr ein Vorderrad gekostet hat. Permanent müssen Kleinigkeiten entschieden werden, ohne dass man weiß, nach welchen Kriterien man entscheiden soll, weil man sich nicht auskennt. Blog schreiben, nähen lernen, Fernstudium anfangen oder doch einen Expat-Coffee-Morning organisieren? Man wägt tagein tagaus dieses oder jenes ab und kann sich oft nicht entscheiden. Weiterlesen

Expat-Leben: Der Spuk in unseren Köpfen

Zweifel und Selbstzweifel der ExpatmamasHalloween naht und ich bin etwas zwiepältig wie in jedem Jahr. Ich schnitze zwar begeistert Kürbisse mit den Kindern, aber Fingerkuppen-Kekse backe ich nicht. Ich kaufe Großpackungen Gummibärchen für die kleinen Klingelgeister, aber Grabsteine und Skelette im Vorgarten postiere ich nicht. Ich hege keine große Begeisterung für das Grauen, aber was ich fürchte und zwar nicht nur einmal im Jahr sind meine eigenen Hirngespinste. Damit meine ich nicht die Wahnvorstellungen, dass ein Einbrecher eines Nachts im Haus stehen könnte, wenn es irgendwo im Gebälk leise knackt (wobei: die habe ich auch), sondern die Hirngespinste, die man im allgemeinen „Zweifel“ oder schlimmer noch „Selbstzweifel“ nennt. Und ich kenne viele Expat-Frauen, die von solchen Geistern verfolgt werden und das nicht nur an Halloween. Weiterlesen

Expat-Leben: Waldspaziergänge und andere Krisen

waldspaziergaenge-und-andere-krisenWer das erste Kind erwartet, hört von allen Eltern: „Eure Beziehung wird sich total ändern!“
Wer das erste mal ins Ausland geht, hört von allen Expats: „Eure Beziehung wird sich total ändern!“ – Man lächelt freundlich angesichts der wohlgemeinten Warnung und denkt: „Totaler Quatsch! Bei uns doch nicht. Wieso auch.“ Als zweifach Mama und Ex-Expat muss ich sagen: Hinterher ist man schlauer – wie so oft – und eh man sich’s versieht, sagt man selbst die wohlmeinenden Sätze. Objektiv verändert sich die Beziehung vielleicht tatsächlich nicht, aber subjektiv ändert sich in einigen Momenten, wie man die Beziehung empfindet. Zumindest war es bei mir so. Weiterlesen

Expat-Leben: Wer, wie, was? Wieso, weshalb, warum?

wer-wie-wasJedes Mal, wenn eine Expatmama vor ihrer Entsendung Kontakt zu mir oder jemand anderem aus dem Netzwerk sucht, bewundere und beneide ich sie ein kleines bisschen.

Bewundern, weil sie sich vorwagt, das neue Terrain zu erkunden; Fragen stellt, bevor es losgeht. Ich habe damals keine Fragen gestellt, als wir in die englischen Midlands zogen. Unter anderem auch deswegen, weil ich nicht gewusst hätte, wem ich sie hätte stellen sollen.

Und warum beneiden? Ich beneide sie um ihre Möglichkeiten. Weiterlesen

Expat-Leben: Wer willst du sein?

Wer willst du sein - www.expatmamas.de Portrait Julia Meter Dreamfinder Coaching

Im Gespräch mit Julia Meder

Im Spätsommer kehrt gewöhnlich etwas Ruhe in die Expat-Gemeinde: Die einen sind in ihrer neuen Heimat angekommen und haben sich eingerichtet. Die anderen haben ihren ersten Expat-(Heimat)-Urlaub hinter sich und die Rückkehr fühlt sich vielleicht zum ersten Mal wie Heimkommen an. Und wieder andere sind  mit Sack und Pack zurück in Deutschland und nehmen ihr altes Leben wieder auf. Aber egal in welcher Phase eurer Expat-Zeit ihr gerade steht, beschäftigt euch vielleicht die gleiche Frage. Mir ging es jedenfalls so. An jedem dieser Punkte unserer Expat-Zeit meldete sich ein und dasselbe Thema in meinem Hinterkopf: Was wird jetzt aus mir?  Wie geht es weiter für mich? Weiterlesen