Expatmama in Europa, Expat-Leben light?

Expatmama in Europa, Expat-Leben light - www.expatmamas.de - Mamaleben im AuslandIch war Expatmama in Europa und seinerzeit die einzige Expatmama, die ich kannte. Inzwischen begegnen mir in der Expatmamas-Gruppe und auch im echten Leben so viele andere Frauen, die mit ihren Familien an allen Enden der Welt leben, dass ich mich manchmal frage: Ist das Expatleben in Europa ein Expatleben light? Quasi Ausland für Anfänger?

Vieles scheint auf den ersten Blick dafür zu sprechen, dass die Hürden in Europa deutlich niedriger sind. Weiterlesen

Aus dem Nähkästchen: Ein Wort an potenzielle Expats und „mitreisende Partner“

Aus dem Nähkästchen: Ein Wort an potenzielle Expat-Partner - www.expatmamas.de - Gastbeitrag Antje DöhringEin Gastbeitrag von Antje Döhring

Da ich mein Leben als Expat in diesem Monat beenden werde (wobei: Man denke an James Bond: „Never say never“ …), möchte ich noch ein paar Zeilen darüber verlieren. Also ein Wort an alle diejenigen, die vielleicht mit dem Gedanken spielen – oder bereits einen Termin haben – erstmals als Expat für längere Zeit fern der Heimat zu leben und zu arbeiten. Zumeist ist es ja so, dass bei Paaren und Familien einer die Entsendung ins Gastland erhält – und der Partner als „trailing spouse“ mitzieht. Das ist immer noch in den meisten Fällen die Frau.

Und viele dieser „mitreisenden Ehefrauen“ in spe haben, stellte ich häufig fest, EINE große Angst: ‚Kann ich dort meine berufliche Karriere fortsetzen?‘

Viele wünschen sich quasi den gleichen Arbeitsplatz wie daheim, mit gleichem Gehalt (gut, vor einem besseren schreckten sicher wenige zurück) und den gleichen „Aufstiegschancen“. Weiterlesen

Expat-Leben: Was der Einkaufszettel über die Integration verrät

Expat-Leben: Was der Einkaufszettel über die Integration verrät - www.expatmamas.de - Einkaufsliste, HeimaturlaubAls der zweite Jahrestag unserer Einwanderung auf der britischen Insel vorüber war, entdeckte ich einen neuen Indikator für den Grad unserer Integration in der neuen Heimat: die Länge unserer Einkaufsliste für Deutschland!

Diese Liste schrumpfte bei jedem Heimat-Besuch und nicht nur, weil unsere Kinder größer wurden und wir nicht mehr palettenweise diese eine bestimmte Babynahrung importierten, von der wir glaubten, sie wäre die einzig Richtige. Nein, wir konnten inzwischen auch auf deutsche Butterbrottüten gut verzichten (auf Papier-Teefilter dagegen noch nicht). Weiterlesen

Zum Muttertag: Ein Brief an eine Expatmama

Expatmamas Printable - www.expatmamas.de - Expatmamas Botschaft zum Muttertag #expatmamasposter #muttertag #expatmamasIhr Mamas im Auslandseinsatz macht einen super Job! Und während euch die Kinder vielleicht mit einem Herzchen aus einer Strickliesel-Wurst zum Muttertag beglücken, werdet ihr sonst wahrscheinlich nicht mit warmen Worten überschüttet. Oder hat euch das entsendende Unternehmen einen Dankesbrief geschrieben? Mit klaren Worten, warum euer täglicher Einsatz so wichtig ist? Eben. Darum tu ich das jetzt, stellvertretend, und vielleicht fühlt sich der ein oder andere HR-Manager inspiriert.

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Unser Glückskeks im April: Seelennahrung

Unser Glückskeks im April: Seelennahrung - Oder: Warum Fastfood manchmal glücklich macht - www.expatmamas.de - SingapurOder: Warum Fastfood manchmal glücklich macht

Mittags kurz nach 12. Ich bin auf Sightseeingtour in Singapur mit einer Bekannten, denn das Kind ist ja gut aufgehoben in der Schule. Aber ein sichernder Blick auf’s Handy kann nicht schaden, weil der Papa trotz Männergrippe zum Quartalsmeeting nach Europa unterwegs ist. Schockstarre! Fünf verpasste Anrufe vom Kind, die ich nicht gehört hatte. Das Mama-Herz schlägt gleich bis zum Hals! Meine 11-Jährige rief mich in der Lunchpause also weinend an, weil NIEMAND mit ihr reden und spielen wollte (wir haben gerade „Zickenterror“ unter den Mädels ihrer Klasse, in die sie erst seit ein paar Wochen geht). Das Töchterlein ist ganz aufgelöst, weil sie nicht wusste warum und wieso das alles. Weiterlesen

Expat-Leben: Türen öffnen kann man nicht nur an Weihnachten

Ein Kind zu bekommen in meinem ersten Expat-Jahr war eine der einschneidensten Erfahrungen. Ich habe mich oft allein und überfordert gefühlt, obwohl ich objektiv betrachtet nichts entbehren musste. Einen sorgenden Mann daheim, die Familie erreichbar, ein schönes Zuhause, kein Mangel an nichts. Es war allein das Gefühl des Fremdseins, das noch frische Trauma der ersten Entbindung, die Aussicht auf eine Operation, Sprachbarrieren, ein ungewohntes Gesundheitssystem…

Letzten Herbst sah ich die Bilder, der vielen ankommenden Flüchtlinge. Immer wieder fielen mir vor allem die Mütter auf mit den Allerkleinsten. „Was müssen sie Unvorstellbares leisten“, schoss es mir eins ums andere Mal durch den Kopf. „Wie kann man trösten, wenn man selbst voll Kummer ist?“ Weiterlesen

Expat-Leben: Ein Wunschzettel nicht für den Weihnachtsmann oder das Christkind

Expatmamas-WunschzettelAlle Jahre wieder schreiben die Kinder sorgfältig ihre Wunschzettel. Lange Listen, die nicht nur Sehnsüchte sondern auch Bedürfnisse spiegeln. Herzallerliebst, dass sie ihren Katalog der Maximalforderungen inzwischen mit einleitenden Sätzen ans Christkind begleiten: „Liebes Christkind, in diesem Jahr wünsche ich mir einige Dinge. Ich hoffe, es wird dir nicht zu viel. Mir ist klar, dass du nicht alle Wünsche erfüllen kannst.“
Ja, das Christkind wird auch in diesem Jahr keinen Hund bringen, aber ihm ist inzwischen bewusst, dass dem Bedürfnis anders entsprochen werden kann und muss. Und während wir Mamas die Wunschzettel unserer Kinder bequatschen, dabei das Jahr Revue passieren lassen und über das Kommende sprechen, wird Tina und mir plötzlich klar, dass wir auch einen inneren Wunschzettel haben. Einen ganz besonderen. Nicht unbedingt fürs Christkind oder den Weihnachtsmann, aber an die Unternehmen, die Familien ins Ausland schicken.
Aus unseren eigenen Erfahrungen heraus und den vielen Gesprächen mit Expatmamas überall auf der Welt wissen wir um viele Wünsche von Expat-Familien, die derzeit in den allermeisten Fällen unerfüllt bleiben. Bedürfnisse, die ignoriert werden. Anliegen, die nicht gehört werden, weil sie oft unausgesprochen bleiben. Und so wie die Kinderseele sich einmal im Jahr die Sehnsüchte von der Seele schreibt, so wollen wir es in diesem Jahr auch tun. Vordergründig mag es bei den Kleinen wie bei uns (auch) um Materielles gehen. Im Kern aber reden wir davon, Familien nicht allein zu lassen mit ihren inneren Bedürfnissen. Hier also unser Expatmamas-Wunschzettel! Weiterlesen

Expat-Leben: Was für mich

Oder: Warum Selfcare mehr als eine gute Massage istOder: Warum Selfcare mehr als eine gute Massage ist

Ich gehöre zu den Leuten, die meinen alles (oder zumindest vieles) mit sich selber ausmachen zu müssen. Manchmal kaue ich wochen- oder sogar monatelang auf Themen herum und es kann schon mal passieren, dass ich das erst merke, wenn ich die Kinder grundlos anraunze oder bei einer Massage merke, wie plötzlich die Tränen quellen. Es tropft durch das Luftloch in der Liege und mir wird klar, dass sich etwas Bahn bricht. Im wahrsten Sinne des Wortes. Das Mama-Sein gepaart mit dem Expatleben (oder auch jedes schon allein für sich) bietet jede Menge Stoff, mit sich zu ringen, eine Balance zu finden zwischen eigenem Anspruch und äußeren Gegebenheiten. Der Alltag wird durch Kinder und Ausland ordentlich durchgerüttelt. Ich hatte manchmal das Gefühl, ich justiere ständig nach. Jeden Tag. Weil sich Schlafrhythmen ändern, Essgewohnheiten, Kursprogramme… Weil plötzlich Wasser durch die Decke tropft oder der Linksverkehr ein Vorderrad gekostet hat. Permanent müssen Kleinigkeiten entschieden werden, ohne dass man weiß, nach welchen Kriterien man entscheiden soll, weil man sich nicht auskennt. Blog schreiben, nähen lernen, Fernstudium anfangen oder doch einen Expat-Coffee-Morning organisieren? Man wägt tagein tagaus dieses oder jenes ab und kann sich oft nicht entscheiden. Weiterlesen

Expat-Leben: Der Spuk in unseren Köpfen

Zweifel und Selbstzweifel der ExpatmamasHalloween naht und ich bin etwas zwiepältig wie in jedem Jahr. Ich schnitze zwar begeistert Kürbisse mit den Kindern, aber Fingerkuppen-Kekse backe ich nicht. Ich kaufe Großpackungen Gummibärchen für die kleinen Klingelgeister, aber Grabsteine und Skelette im Vorgarten postiere ich nicht. Ich hege keine große Begeisterung für das Grauen, aber was ich fürchte und zwar nicht nur einmal im Jahr sind meine eigenen Hirngespinste. Damit meine ich nicht die Wahnvorstellungen, dass ein Einbrecher eines Nachts im Haus stehen könnte, wenn es irgendwo im Gebälk leise knackt (wobei: die habe ich auch), sondern die Hirngespinste, die man im allgemeinen „Zweifel“ oder schlimmer noch „Selbstzweifel“ nennt. Und ich kenne viele Expat-Frauen, die von solchen Geistern verfolgt werden und das nicht nur an Halloween. Weiterlesen

Expat-Leben: Waldspaziergänge und andere Krisen

waldspaziergaenge-und-andere-krisenWer das erste Kind erwartet, hört von allen Eltern: „Eure Beziehung wird sich total ändern!“
Wer das erste mal ins Ausland geht, hört von allen Expats: „Eure Beziehung wird sich total ändern!“ – Man lächelt freundlich angesichts der wohlgemeinten Warnung und denkt: „Totaler Quatsch! Bei uns doch nicht. Wieso auch.“ Als zweifach Mama und Ex-Expat muss ich sagen: Hinterher ist man schlauer – wie so oft – und eh man sich’s versieht, sagt man selbst die wohlmeinenden Sätze. Objektiv verändert sich die Beziehung vielleicht tatsächlich nicht, aber subjektiv ändert sich in einigen Momenten, wie man die Beziehung empfindet. Zumindest war es bei mir so. Weiterlesen