Internationales Abitur und trotzdem keinen Studienplatz

Internationales Abitur und trotzdem keinen Studienplatz - www.expatmamas.de - Gastbeitrag Silke PedersenOder wie unsere mitreisenden Kinder von deutschen Unis ausgeschlossen werden

Ein Gastbeitrag von Silke Pedersen

Alle Eltern, die aus Deutschland ins Ausland ziehen, sei es, weil sie selbst neue Ufer suchen, sei es, weil sie von ihrem Arbeitgeber entsendet werden, kennen die Sorge darum, wie es mit der Schulbildung ihrer mitreisenden Kinder weitergehen soll.

Oftmals, besonders wenn der Auslandsaufenthalt auf einer Entsendung beruht, fällt die Wahl auf eine internationale Schule. Die Kosten hierfür werden in der Regel von den Arbeitgebern übernommen. In unserem Fall waren es stets internationale amerikanische Schulen, deren Schulgeld 1500-2000 Euro pro Kind und Monat betrug. Der Vorteil dieser Schulen ist, daß die Kinder ohne Probleme eingeschleust werden können. Viele dieser Schulen haben z.B. zusätzliche Lehrer, die nicht-englisch sprachigen Kindern im ersten Jahr an der Schule extra Unterstützung und Hilfe geben. Diese Lehrer sind hierfür speziell ausgebildet. Sie sichern eine schnelle Eingliederung der Kinder und helfen, sprachliche Hürden zu überwinden. Außerdem ist an den internationalen Schulen die Unterrichtssprache einheitlich Englisch. Wenn man dann noch eine Schule wählt, die das International Baccalaureate (IB) Programm anbietet, so ist man sicher, dass auch der Unterrichtsstoff einheitlich ist, selbst wenn man zu einer anderen internationalen IB Schule in einem anderen Land wechselt. Und das IB Diploma wird nicht nur international an den renommiertesten Universitäten anerkannt, sondern auch in Deutschland gleichwertig zum Abitur behandelt. Soweit die Theorie.

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Expat-Leben: Was Trump uns Expats lehrt

 

Was Trump uns Expatas lehrt - www.expatmamas.de - WahlWas? Trump soll uns Expats etwas lehren? Das Fürchten vielleicht? Oder Galgenhumor? Wohl beides (oder weder noch) – aber das gilt nicht nur für uns Expats, sondern für viele Menschen weltweit. Nein das ist nicht, was ich meine.

Wir sahen alle Trumps Wahlsieg mehr oder weniger hilflos zu. Es war nicht unsere Wahl. Doch nicht nur Expats in den USA hätten gerne mit abgestimmt, um Trump zu verhindern. Sie hatten kein Stimmrecht. Genauso wenig wie der Rest der Welt. Aber genau das ist es, was Trump uns Expats lehrt: Nutzt euer Stimmrecht, dort wo ihr es habt. Weiterlesen

Expat-Leben: Third Culture Kids – oder: Wie wir unsere Kinder trösten können

Expat-Leben: Third Culture Kids - oder: wie wir unsere Kinder trösten können - www.expatmamas.de - Gastbeitrag Ann WösteDas Leben unserer Expat-Kinder besteht aus vielen Abschieden. Erst lässt man in Deutschland Freunde, das Zuhause und geliebte Orte zurück. Dann muss man auch in der Expat-Gemeinde immer wieder Menschen Lebewohl sagen, die vor uns das Gastland wieder verlassen; und schließlich kommt der Moment, in dem die Familie selbst wieder die Koffer und Kisten packt, weil die Entsendung vorbei ist. Das bedeutet viele Umbrüche in nur wenigen Jahren, die für die Kinder oft schwer zu verkraften sind. Expat-Mamas geben ihr Bestes, die Kinder zu trösten, aufzufangen und ihnen Mut zu machen – und fühlen sich manchmal mit dieser Aufgabe allein und manchmal auch überfordert. Ann Wöste, selbst jahrelang Expatmama und heute Coach für Expat-Familien erzählt heute hier, wie wir mit der Trauer unserer Kinder umgehen können. Weiterlesen

Expat-Leben: Wohin mit der Expatmama-Zeit im Lebenslauf?

Expat-Leben: Wohin mit der Expatmama-Zeit im Lebenslauf - Gastbeitrag Dagmar Gumnior Personal und Text

Zurück nach Deutschland heißt für Expatmamas oft zurück in den Arbeitsmarkt aber selten zurück in den alten Job. Von meinen eigenen Erfahrungen hatte ich euch hier berichtet. Dann steht man da mit seinen Bewerbungsunterlagen und ich habe mich damals gefragt: „Wo und wie schreibe ich da jetzt eigentlich meine Expatmama-Zeit hinein?“  Inzwischen weiß ich, dass es nicht nur mir so geht, und ich habe mich deswegen auf die Suche nach Expertenrat gemacht. Gesucht – gefunden. Dagmar Gumnior, Personal-Expertin aus Hamburg, schreibt heute bei den Expatmamas ein paar Tipps für euch und ich bin ihr sehr dankbar dafür. 

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Zurück aus … Mexiko

Zurück aus Mexiko - www.expatmamas.de - typisch Mexiko: bunte Hauswände und VW-KäferBei den Expatmamas startet heute eine neue Interview-Reihe: In „Zurück aus …“ erzählen Expatmamas von ihren ersten Erfahrungen wieder daheim in Deutschland. Was fällt ihnen schwer? Was fällt ihnen leicht? Worauf haben sie sich gefreut, was vermissen sie hier? Wie nehmen’s die Kinder und sie selbst? Denn die Rückkehr erfordert eine ebenso große Anpassungsleistung der Familie wie der erste Schritt ins Ausland. Nur ist man sich oft weniger bewusst darüber. Den Anfang zur neuen Serie macht heute Sina, die mit Mann und Kind aus Mexiko zurück ist. 

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Frisch gelesen: Deutsch – Rechtschreibung in 15 Minuten

Cover Duden Deutsch Rechtschreibung in 15 MinSo manche Expatmama rutscht in ihrer Auslandszeit unversehens in eine Nebenbeschäftigung: Sie mutiert über kurz oder lang zur Deutschlehrerin für die eigene Brut! Wenn die Kinder nicht gerade in eine deutsche Schule gehen oder schon kurz vor dem Abitur stehen, dann heißt es dranbleiben an Themen wie Rechtschreibung und Grammatik, damit der Weg zurück in die alten Klassen nicht im orthografischen Supergau endet.

Da wünscht man sich dann an manchen Tagen die Eigenschaften eines Kameltreibers, der auch das bockigste Wesen noch in Bewegung zu setzen weiß, oder die einer Mary Poppins, die selbst Lebertran wie Sirup schmecken lässt. Wenn beides schon nicht realistisch ist, dann wünscht man sich wenigstens ein Buch, mit dem Kind und Mama die Übungszeit nur halb so schwerfällt und vielleicht sogar am Ende ein ganz kleines bisschen Spaß macht. „Deutsch – Rechtschreibung in 15 Minuten“ verspricht so ein Buch zu sein. Weiterlesen

Expat-Leben: Türen öffnen kann man nicht nur an Weihnachten

Ein Kind zu bekommen in meinem ersten Expat-Jahr war eine der einschneidensten Erfahrungen. Ich habe mich oft allein und überfordert gefühlt, obwohl ich objektiv betrachtet nichts entbehren musste. Einen sorgenden Mann daheim, die Familie erreichbar, ein schönes Zuhause, kein Mangel an nichts. Es war allein das Gefühl des Fremdseins, das noch frische Trauma der ersten Entbindung, die Aussicht auf eine Operation, Sprachbarrieren, ein ungewohntes Gesundheitssystem…

Letzten Herbst sah ich die Bilder, der vielen ankommenden Flüchtlinge. Immer wieder fielen mir vor allem die Mütter auf mit den Allerkleinsten. „Was müssen sie Unvorstellbares leisten“, schoss es mir eins ums andere Mal durch den Kopf. „Wie kann man trösten, wenn man selbst voll Kummer ist?“ Weiterlesen

Expat-Leben: Ein Wunschzettel nicht für den Weihnachtsmann oder das Christkind

Expatmamas-WunschzettelAlle Jahre wieder schreiben die Kinder sorgfältig ihre Wunschzettel. Lange Listen, die nicht nur Sehnsüchte sondern auch Bedürfnisse spiegeln. Herzallerliebst, dass sie ihren Katalog der Maximalforderungen inzwischen mit einleitenden Sätzen ans Christkind begleiten: „Liebes Christkind, in diesem Jahr wünsche ich mir einige Dinge. Ich hoffe, es wird dir nicht zu viel. Mir ist klar, dass du nicht alle Wünsche erfüllen kannst.“
Ja, das Christkind wird auch in diesem Jahr keinen Hund bringen, aber ihm ist inzwischen bewusst, dass dem Bedürfnis anders entsprochen werden kann und muss. Und während wir Mamas die Wunschzettel unserer Kinder bequatschen, dabei das Jahr Revue passieren lassen und über das Kommende sprechen, wird Tina und mir plötzlich klar, dass wir auch einen inneren Wunschzettel haben. Einen ganz besonderen. Nicht unbedingt fürs Christkind oder den Weihnachtsmann, aber an die Unternehmen, die Familien ins Ausland schicken.
Aus unseren eigenen Erfahrungen heraus und den vielen Gesprächen mit Expatmamas überall auf der Welt wissen wir um viele Wünsche von Expat-Familien, die derzeit in den allermeisten Fällen unerfüllt bleiben. Bedürfnisse, die ignoriert werden. Anliegen, die nicht gehört werden, weil sie oft unausgesprochen bleiben. Und so wie die Kinderseele sich einmal im Jahr die Sehnsüchte von der Seele schreibt, so wollen wir es in diesem Jahr auch tun. Vordergründig mag es bei den Kleinen wie bei uns (auch) um Materielles gehen. Im Kern aber reden wir davon, Familien nicht allein zu lassen mit ihren inneren Bedürfnissen. Hier also unser Expatmamas-Wunschzettel! Weiterlesen

Expat-Leben: Was für mich

Oder: Warum Selfcare mehr als eine gute Massage istOder: Warum Selfcare mehr als eine gute Massage ist

Ich gehöre zu den Leuten, die meinen alles (oder zumindest vieles) mit sich selber ausmachen zu müssen. Manchmal kaue ich wochen- oder sogar monatelang auf Themen herum und es kann schon mal passieren, dass ich das erst merke, wenn ich die Kinder grundlos anraunze oder bei einer Massage merke, wie plötzlich die Tränen quellen. Es tropft durch das Luftloch in der Liege und mir wird klar, dass sich etwas Bahn bricht. Im wahrsten Sinne des Wortes. Das Mama-Sein gepaart mit dem Expatleben (oder auch jedes schon allein für sich) bietet jede Menge Stoff, mit sich zu ringen, eine Balance zu finden zwischen eigenem Anspruch und äußeren Gegebenheiten. Der Alltag wird durch Kinder und Ausland ordentlich durchgerüttelt. Ich hatte manchmal das Gefühl, ich justiere ständig nach. Jeden Tag. Weil sich Schlafrhythmen ändern, Essgewohnheiten, Kursprogramme… Weil plötzlich Wasser durch die Decke tropft oder der Linksverkehr ein Vorderrad gekostet hat. Permanent müssen Kleinigkeiten entschieden werden, ohne dass man weiß, nach welchen Kriterien man entscheiden soll, weil man sich nicht auskennt. Blog schreiben, nähen lernen, Fernstudium anfangen oder doch einen Expat-Coffee-Morning organisieren? Man wägt tagein tagaus dieses oder jenes ab und kann sich oft nicht entscheiden. Weiterlesen