Papiere

PapiereEin Reisepass ist selbstverständlich – denn viele Expats brauchen ein Visum. Doch für einige Länder außerhalb der EU ist auch ein internationaler Führerschein notwendig, der von den üblichen Führerscheinstellen in Deutschland ausgestellt wird. Ob ein internationaler Führerschein im jeweiligen Gastland notwendig ist, erfahrt ihr in den entsprechenden Botschaften.

Wichtig ist aus unserer Erfahrung, von allen wichtigen Dokumenten (Pass, Visum, Führerschein, Impfausweis, Geburtsurkunden etc.) vor der Abreise mehrere Kopien zu machen und sie auch elektronisch zu erfassen. Man wundert sich manchmal, welche Dokumente man vor Ort vorlegen muss, um irgendwelche Dinge zu beantragen. (In der Regel kommt einem die deutsche Bürokratie anschließend vergleichsweise schlank vor.) Außerdem helfen die Kopien, sollte man bei deutschen Botschaften verlorene Papiere wiederbeschaffen müssen.

Zu bedenken ist auch, dass in manchen Ländern wie Großbritannien oder den USA Personalausweise so gut wie unbekannt sind. Das bedeutet, dass unser deutscher Ausweis nicht weiterhilft, wenn man etwas beantragen möchte. Als Identitätsnachweis gelten dort Gas-, Strom- oder Wasserrechnungen des neuen Wohnsitzes. Sie sollten daher unbedingt auf beide (Ehe-)Partner lauten.

Dokumente, die man im Ausland nicht benötigt, sind in einem Banksafe in Deutschland am besten aufgehoben.

Darüber hinaus ist es sinnvoll, die wichtigsten Besitztümer vor dem Umzug zu dokumentieren – als Nachweis bei Verlust oder einfach nur als Aufbauhilfe für die örtlichen Helfer.

Es kann auch helfen, für alle Familienmitglieder vor der Ausreise mehrere Passfotos in Reserve zu haben.

Kommentare (12) Schreibe einen Kommentar

  1. „Wir mussten in England noch einmal umziehen und ich wollte bei der Royal Mail einen Nachsende-Antrag stellen. Da jedoch alle unsere Rechnungen nur auf meinen Mann lauteten, war ich in England offiziell gar nicht wohnhaft und konnte daher auch keinen Antrag stellen. Mein Personalausweis interessierte niemanden. Für die Royal Mail war ich quasi nur ein Phantom.“ (Jonna, Naseby)

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  2. Gut zu wissen: Die Abkürzung „geb.“ für „geboren“ muss künftig aus deutschen Reisepässen verschwinden. Das hat der Europäische Gerichtshof entschieden. Anlass war die Klage eines deutschen Unternehmers, der bei seinen häufigen Auslandsreisen regelmäßig Probleme hatte – bis hin zu geplatzten Geschäften. Expat-Frauen können ein Lied davon singen, denn Behörden im Ausland können mit der Abkürzung nichts anfangen, halten sie im besten Fall für einen Teil des Namens. Da lauten dann plötzlich Visa auf „Frau Geb“ oder es entstehen Namensungetüme wie „Meiergebmüller“. Ein bürokratischer Stolperstein weniger – dem EuGH sei Dank.

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    • Das ist interessant! Ich hatte letztes Jahr ein Vorstellungsgespräch bei der Royal Mail. Die Interviewerin hatte sich daran gestoert, das in meinem Reisepass „geb.“ steht. Ich hatte ihr in meinem besten englisch versucht, zu erklären, das es das equivalent zum englischen „ne“ ist, was so viel wie „geboren als“ heisst, also der Mädchenname ist. Sie hatte es einfach nicht begriffen oder wollte es nicht kapieren und ist dann schliesslich zu ihrer Managerin gegangen, um sie zu fragen, ob es okay ist mich trotz des „geb“ einzustellen. Das war dann auch ok, sie musste aber einen Vermerk im Antragsformular machen, das „Geb.“ a „German Tradition “ wäre.

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      • Liebe Susanne, was für eine Geschichte! So englisch, dass man uns Deutschen diese Exzentrik nachsieht. 😉 Andererseits was für ein Irrsinn, dass man davon fast eine Anstellung abhängig macht. Schön, dass es trotzdem für dich geklappt hat. Liebe Grüße Jonna

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  3. Reichen da normale Kopien oder sollte man notariell beglaubigte Abschriften haben?!
    Und wie sieht es mit einer Bestätigung aus, dass man als Mama alleine mit dem Kind aus-/einreisen darf? Empfehlenswert so etwas zu haben? Uns verschlägt‘ sind 4 Wochen nach Singapur…
    P.S. Tolle Website!!!

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    • Hallo Ilka, schön, dass Dir die Website gefällt. 🙂 Vielen Dank. Zu deiner Frage: Ich nehme einmal an, dass dein Visum und das der Kinder an das deines Mannes gebunden ist. Wenn ja, dann würde ich mich von einem Familienanwalt beraten lassen, was sinnvoll ist notariell festzulegen. Niemand kann in die Zukunft schauen und ihr werdet zu 99,9 Prozent eine tolle Zeit haben, aber ich würde mich absichern, dass du auch alleine mit den Kindern ausreisen kannst. Zum Hintergrund empfehle ich meinen Post zum Thema „Trennnung im Ausland“ (vor allem den darin genannten Artikel aus der WELT) und das Buch „Gemeinsam ins Ausland und zurück„. Ich hoffe, das hilft dir weiter. Liebe Grüße Jonna

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  4. Hallo,
    Danke für diese informative Seite! Obwohl ich (noch) keine Mama bin, konnte ich schon einige wertvolle Hinweise für unsere in kürze anstehende Expat-Zeit in Kanada finden.
    Zu Papieren hätte ich noch eine Frage: sicher empfiehlt es sich, seine Zeugnisse (z. B. Uni-Examen) zu übersetzen. Sollte das eine beglaubigte Übersetzung von einem professionellen Übersetzer sein? Was ist mit Arbeitszeugnissen? Das ist ja was ziemlich Deutsches…oder sind die auch im Ausland sinnvoll und nützlich (zumindest in den USA sind ja eher persönliche Referenzen üblich, die dann mal angerufen werden.)
    Gibt es da Erfahrungswerte?
    Vielen Dank!

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    • Liebe Julia,
      ich habe mich mal bei Expatmamas vor Ort erkundigt. Sie empfehlen die Übersetzung von Dokumenten vor Ort von dafür zertifizierten Übersetzern. Referenzen sind besser als lange Arbeitszeugnisse. Es gibt Agenturen, die die Abschlüsse oder Zeugnisse evaluieren und dann den landesüblichen Abschlüssen zuordnen. Eine solche Agentur in Kanada ist zum Beispiel: https://www.wes.org/ca/
      Ich hoffe, das hilft dir weiter. Viele Grüße
      Jonna

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