Unser Glückskeks im April: Eierfarbe

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Ich hätte nicht geglaubt, dass ich einmal solche Freude empfinden könnte beim Kauf von Ostereierfarbe! Ja, im Ausland gerät manch deutsche Selbstverständlichkeit zur kleinen Sensation.
Bis zu unserer Ankunft in England war mir nie bewusst, wie sehr das Eierfärben eine typisch deutsche Angelegenheit ist und an unseren vorherigen zwei Osterfesten blieben – mangels Farbe – die Eier so, wie das Huhn sie legte. Doch ausgerechnet in einem Farmshop, an dem ich zwei Jahre lang vorbeigefahren war, stieß ich beim ersten Einkauf prompt auf die Tütchen mit Eierfarbe in – man ahnt es – deutscher Originalverpackung!
Am liebsten hätte ich gefragt, wer außer mir bislang diese Tütchen gekauft hat – immerhin lag das Verfallsdatum in angemessener Ferne. Sollte es tatsächlich Briten geben, die Eier färben? Oder hat man sich der Nachfrage der versprengten Deutschen gebeugt? Angeblich soll es im Tesco in Kettering sogar Tiefkühlbrezeln geben. Ich habe mir sagen lassen, eine Schwäbin aus unserem Deutschen-Club kaufte aus strategischen Gründen immer sämtliche Bestände, um die Nachbestellung auszulösen. Kettering ist für uns zu weit, aber ich bin stolz wie Bolle auf mein Tütchen Eierfarbe. Manchmal muss man nur weit genug von daheim weg sein, um sich wie ein Kind an den einfachsten Dingen zu freuen. Und manchmal muss man erst eigene Kinder haben, um Dinge wie Eierfarbe überhaupt zu vermissen. Wunderschöne bunte Ostern euch allen! (Jonna, ehm. Naseby)

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  1. Übrigens: Wer kein Ostergras für die Körbchen findet, kann einfach buntes Seidenpapier durch den Reißwolf schicken. Ergibt wunderschönes Papiergras wie auf dem Foto!

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