Erste Hilfe für die Seele

Erste Hilfe für die Seele - www.expatmamas.de/expatmamas-blog/ - #kulturschock #heimweh #lebenimausland #imauslandzuhauseEin Gastbeitrag von Julia Meder

Das erste Tief im neuen Leben trifft jeden Expat – mal mehr, mal weniger vorbereitet. Niemand kann voraussagen, wann und wie sehr man von Zweifeln und Kummer geschüttelt wird, aber es ist normal, dass es Momente gibt, da man nur noch alles hinschmeißen möchte. Alles wird als Belastung empfunden, die Energie verpufft. Das ist eine harte Zeit, aber es geht fast allen so. Und das ist auch gleichzeitig die gute Nachricht. Denn du weißt, dass es irgendwann wieder bergauf geht und du auch aus diesem Loch wieder rauskommst. Das wird nicht ewig dauern. Aber natürlich fühlt es sich jetzt in diesem Moment ganz schlimm an und so, als würde es nie enden.

Wichtig ist: Es führt kein Weg an der Trauer vorbei, sondern nur durch sie hindurch. Wenn du diese negativen Gefühle wegschiebst und betäubst, dann werden sie dich irgendwann später umso stärker einholen. Also, lieber Augen zu und durch, als versuchen auszuweichen. Ein paar kleine Übungen können dir dabei helfen. Weiterlesen

„Komm doch mal vorbei“ – Freunde finden im Ausland

Freunde finden im Ausland - www.expatmamas.de/expatmamas-blog/ - #freunde #expatleben #lebenimausland #imauslandzuhauseNeue Freunde, die sucht jeder im Ausland. Die Frage ist nur wie? Innerhalb der Expat-Community sind Kontakte relativ schnell geknüpft, da ja alle mehr oder weniger auf der Suche sind. Natürlich entsteht nicht aus jeder Bekanntschaft gleich eine Freundschaft, aber immerhin sind die Chancen nicht schlecht, bei der Vielzahl an Begegnungen wenigstens einen zu finden, der auf der gleichen Wellenlänge schwimmt. Aber mit Einheimischen? Da steht vielleicht die Sprachbarriere im Weg oder auch nur ein anderer kultureller Code, den wir erst noch entschlüsseln müssen. Verkopft und eingeschüchtert von allerlei Hinweisen, werden wir nicht gerade lockerer im Umgang mit anderen – und dann stellt man im Nachhinein fest: Alles halb so wild – offene Menschen gibt es überall. Susan erzählt davon in unserer Rubrik: Aus erster Hand.  Weiterlesen

Neu in … Brasilien

Neu in Brasilien #Expat #Brasilien #Lebenimausland #Expatmamas #ExpatblogStrand, Meer und Palmen – so stelle ich mir Brasilien vor. Es gibt aber auch Fachwerkhäuser mit Blumenkästen und karierten Gardinen. Zumindest dort, wo Natascha seit letztem Herbst mit ihrer Familie wohnt. Von ihrem Leben auf der Südhalbkugel erzählt sie uns heute in einem neuen Interview aus der Expatmamas-Reihe: “Neu in…”. Und ganz besonders freue ich mich immer, wenn ich bei dieser Gelegenheit sehe, dass sich Bedenken vom Anfang in mancher Hinsicht nicht nur zerstreut haben, sondern sogar viel besser laufen als gehofft: so wie die Neurodermitis ihres kleinen Sohnes.

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Expatmama in Europa, Expat-Leben light?

Expatmama in Europa, Expat-Leben light - www.expatmamas.de - Mamaleben im AuslandIch war Expatmama in Europa und seinerzeit die einzige Expatmama, die ich kannte. Inzwischen begegnen mir in der Expatmamas-Gruppe und auch im echten Leben so viele andere Frauen, die mit ihren Familien an allen Enden der Welt leben, dass ich mich manchmal frage: Ist das Expatleben in Europa ein Expatleben light? Quasi Ausland für Anfänger?

Vieles scheint auf den ersten Blick dafür zu sprechen, dass die Hürden in Europa deutlich niedriger sind. Weiterlesen

Aus dem Nähkästchen: Ein Wort an potenzielle Expats und “mitreisende Partner”

Aus dem Nähkästchen: Ein Wort an potenzielle Expat-Partner - www.expatmamas.de - Gastbeitrag Antje DöhringEin Gastbeitrag von Antje Döhring

Da ich mein Leben als Expat in diesem Monat beenden werde (wobei: Man denke an James Bond: “Never say never” …), möchte ich noch ein paar Zeilen darüber verlieren. Also ein Wort an alle diejenigen, die vielleicht mit dem Gedanken spielen – oder bereits einen Termin haben – erstmals als Expat für längere Zeit fern der Heimat zu leben und zu arbeiten. Zumeist ist es ja so, dass bei Paaren und Familien einer die Entsendung ins Gastland erhält – und der Partner als “trailing spouse” mitzieht. Das ist immer noch in den meisten Fällen die Frau.

Und viele dieser “mitreisenden Ehefrauen” in spe haben, stellte ich häufig fest, EINE große Angst: ‘Kann ich dort meine berufliche Karriere fortsetzen?’

Viele wünschen sich quasi den gleichen Arbeitsplatz wie daheim, mit gleichem Gehalt (gut, vor einem besseren schreckten sicher wenige zurück) und den gleichen “Aufstiegschancen”. Weiterlesen

Expat-Leben: Was der Einkaufszettel über die Integration verrät

Expat-Leben: Was der Einkaufszettel über die Integration verrät - www.expatmamas.de - Einkaufsliste, HeimaturlaubAls der zweite Jahrestag unserer Einwanderung auf der britischen Insel vorüber war, entdeckte ich einen neuen Indikator für den Grad unserer Integration in der neuen Heimat: die Länge unserer Einkaufsliste für Deutschland!

Diese Liste schrumpfte bei jedem Heimat-Besuch und nicht nur, weil unsere Kinder größer wurden und wir nicht mehr palettenweise diese eine bestimmte Babynahrung importierten, von der wir glaubten, sie wäre die einzig Richtige. Nein, wir konnten inzwischen auch auf deutsche Butterbrottüten gut verzichten (auf Papier-Teefilter dagegen noch nicht). Weiterlesen

Zum Muttertag: Ein Brief an eine Expatmama

Expatmamas Printable - www.expatmamas.de - Expatmamas Botschaft zum Muttertag #expatmamasposter #muttertag #expatmamasIhr Mamas im Auslandseinsatz macht einen super Job! Und während euch die Kinder vielleicht mit einem Herzchen aus einer Strickliesel-Wurst zum Muttertag beglücken, werdet ihr sonst wahrscheinlich nicht mit warmen Worten überschüttet. Oder hat euch das entsendende Unternehmen einen Dankesbrief geschrieben? Mit klaren Worten, warum euer täglicher Einsatz so wichtig ist? Eben. Darum tu ich das jetzt, stellvertretend, und vielleicht fühlt sich der ein oder andere HR-Manager inspiriert.

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Unser Glückskeks im April: Seelennahrung

Unser Glückskeks im April: Seelennahrung - Oder: Warum Fastfood manchmal glücklich macht - www.expatmamas.de - SingapurOder: Warum Fastfood manchmal glücklich macht

Mittags kurz nach 12. Ich bin auf Sightseeingtour in Singapur mit einer Bekannten, denn das Kind ist ja gut aufgehoben in der Schule. Aber ein sichernder Blick auf’s Handy kann nicht schaden, weil der Papa trotz Männergrippe zum Quartalsmeeting nach Europa unterwegs ist. Schockstarre! Fünf verpasste Anrufe vom Kind, die ich nicht gehört hatte. Das Mama-Herz schlägt gleich bis zum Hals! Meine 11-Jährige rief mich in der Lunchpause also weinend an, weil NIEMAND mit ihr reden und spielen wollte (wir haben gerade “Zickenterror” unter den Mädels ihrer Klasse, in die sie erst seit ein paar Wochen geht). Das Töchterlein ist ganz aufgelöst, weil sie nicht wusste warum und wieso das alles. Weiterlesen

Expat-Leben: Türen öffnen kann man nicht nur an Weihnachten

Ein Kind zu bekommen in meinem ersten Expat-Jahr war eine der einschneidensten Erfahrungen. Ich habe mich oft allein und überfordert gefühlt, obwohl ich objektiv betrachtet nichts entbehren musste. Einen sorgenden Mann daheim, die Familie erreichbar, ein schönes Zuhause, kein Mangel an nichts. Es war allein das Gefühl des Fremdseins, das noch frische Trauma der ersten Entbindung, die Aussicht auf eine Operation, Sprachbarrieren, ein ungewohntes Gesundheitssystem…

Letzten Herbst sah ich die Bilder, der vielen ankommenden Flüchtlinge. Immer wieder fielen mir vor allem die Mütter auf mit den Allerkleinsten. “Was müssen sie Unvorstellbares leisten”, schoss es mir eins ums andere Mal durch den Kopf. “Wie kann man trösten, wenn man selbst voll Kummer ist?” Weiterlesen

Expat-Leben: Ein Wunschzettel nicht für den Weihnachtsmann oder das Christkind

Expatmamas-WunschzettelAlle Jahre wieder schreiben die Kinder sorgfältig ihre Wunschzettel. Lange Listen, die nicht nur Sehnsüchte sondern auch Bedürfnisse spiegeln. Herzallerliebst, dass sie ihren Katalog der Maximalforderungen inzwischen mit einleitenden Sätzen ans Christkind begleiten: “Liebes Christkind, in diesem Jahr wünsche ich mir einige Dinge. Ich hoffe, es wird dir nicht zu viel. Mir ist klar, dass du nicht alle Wünsche erfüllen kannst.”
Ja, das Christkind wird auch in diesem Jahr keinen Hund bringen, aber ihm ist inzwischen bewusst, dass dem Bedürfnis anders entsprochen werden kann und muss. Und während wir Mamas die Wunschzettel unserer Kinder bequatschen, dabei das Jahr Revue passieren lassen und über das Kommende sprechen, wird Tina und mir plötzlich klar, dass wir auch einen inneren Wunschzettel haben. Einen ganz besonderen. Nicht unbedingt fürs Christkind oder den Weihnachtsmann, aber an die Unternehmen, die Familien ins Ausland schicken.
Aus unseren eigenen Erfahrungen heraus und den vielen Gesprächen mit Expatmamas überall auf der Welt wissen wir um viele Wünsche von Expat-Familien, die derzeit in den allermeisten Fällen unerfüllt bleiben. Bedürfnisse, die ignoriert werden. Anliegen, die nicht gehört werden, weil sie oft unausgesprochen bleiben. Und so wie die Kinderseele sich einmal im Jahr die Sehnsüchte von der Seele schreibt, so wollen wir es in diesem Jahr auch tun. Vordergründig mag es bei den Kleinen wie bei uns (auch) um Materielles gehen. Im Kern aber reden wir davon, Familien nicht allein zu lassen mit ihren inneren Bedürfnissen. Hier also unser Expatmamas-Wunschzettel! Weiterlesen