Expatmamas-Wissen

Expatmamas-Wissen: J – Jonnas persönliche Expattipps

Expatmamas-Wissen: Jonnas Tipps - www.expatmamas.de/blog/ #expatmamas #imauslandzuhause #expattipps

Schon jeder andere bisherige Buchstabe im Expatmamas-Wissen-Alphabet enthält ganz viel meiner eigenen Erfahrungen, ergänzt natürlich durch die Lektionen aus meiner jahrelangen Arbeit mit anderen Expats. Buchstabe für Buchstabe, Thema für Thema habe ich sie für euch in dieser Serie aufbereitet. Doch gibt es auch Dinge, die lassen sich nicht so einfach einsortieren. Kleine Kniffe, die mir das Expatleben leichter gemacht haben. Manche länderspezifisch, andere universell.

Kleine Dinge mit großer Wirkung

Hier und heute findest du also praktische Tipps, die ich persönlich aus meiner Zeit in UK und den USA mitgenommen habe. (Scheinbare) Kleinigkeiten, die dir beim Lesen vielleicht naheliegend erscheinen, aber ich habe gemerkt, Offensichtliches macht man sich am wenigsten bewusst und wird am ehesten übersehen. 

Ich versehe Manches mit einem Hinweis UK oder USA, aber Vieles ist nicht länderspezifisch.

Nimm genügend Adapter mit! (UK)

An den Staubsauger und die Kaffeemaschine denkt man noch, aber man übersieht, wie viele Tisch- und Stehleuchten man besitzt. Bei uns kamen dann noch solche Dinge wie Babyphon, Sterilisator und Fläschenwärmer dazu – Dinge, die so neu in unserem Haushalt waren, dass wir natürlich am Anfang in England ständig umstecken mussten: eben mal saugen, während der Sterilisator lief, ging nur, wenn man irgendwo das Licht aussteckte. Machbar, aber nervig.

Denk an Mehrfachsteckdosen und Verlängerungskabel!

Gemietete Wohnungen haben nie genügend Steckdosen oder zumindest nicht an den Stellen, wo du sie brauchst. Eine Mehrfachsteckdose hilft dir auch aus der Verlegenheit, dass der ein oder andere Adapter fehlt. UND: Mehrfachsteckdosen nachzukaufen, entpuppt sich als Schuss nach hinten, denn die haben natürlich nur die landesüblichen Buchsen, die wenig nutzen, wenn man z.B. die deutsche Musikanlage anschließen möchte, wo jedes Gerät einen deutschen Stecker hat.

Pack Fieberzäpfchen ein! (UK)

Treue Blogleser*innen werden wissend abwinken. Sie kennen mein Lieblingszitat des englischen Arztes: „Ah, the British and their bottoms…“! Gefolgt vom freundlichen Hinweis, solch exotische Kindermedizin doch besser aus Deutschland mitzubringen (wo die Zäpfchen nur einen Bruchteil kosten). 

Bring deine homöopathische Hausapotheke mit!

Wer Kinderstürze mit Arnika-Globuli behandelt und auch sonst an die Kraft der Kügelchen glaubt, der sollte sie in Deutschland einpacken. Zwar sind homöopathische Heilmittel auch dort nicht billig, aber immer noch günstiger als anderswo. 

Pack Masking Tape ein!

Klar kann man das so gut wie überall kaufen. Aber ich war jedes Mal froh, um alle kleinen Helferlein im Gepäck, die mir einen Gang irgendwohin erspart haben in der Anfangszeit. Masking Tape hilft, die noch kahlen Wände ohne Rückstände zu verschönern mit Kinderbildern, Kalenderblättern, Postkarten …. Mit Masking Tape lassen sich Dinge beschriften für Kindergarten und Schule, Kabel zusammenbinden, Lesezeichen in den Reiseführer kleben, Briefkastenschilder improvisieren u.v.a.m.

Kauf einen Vorrat an deutschen Kinderbüchern!

Der erste Kindergeburtstag kommt schneller, als man denkt, und bis dahin gibt es noch zig Momente, wo du ein Ass im Ärmel brauchen kannst gegen Heimweh, Langeweile oder um einen besonderen Moment zu feiern (das erste Mal im neuen Kindergarten, die erste Klassenarbeit, die Vorsorge-Untersuchung beim Kinderarzt …). Falls es eng wird, lass lieber ein paar deiner Klamotten zurück. Kleidung gibt es überall, deutsche Kinderbücher fast nirgends.

Schau bei der Einreise, welches Datum in deinen Pass gestempelt wird! (USA)

Naiv habe ich geglaubt, dass für die Einreise in die USA die Dauer meines Visums entscheidend ist. NEIN! 

Der Einreisebeamte stempelt bei der Einreise ein Datum in den Reisepass und dieses Datum allein ist ausschlaggebend. Mein Visum war bis 2024 ausgestellt, der Stempel lautete 14. Juni 2021. Heißt: Ich muss vor diesem Datum ausreisen und bekomme bei der nächsten Einreise einen neuen Stempel mit einem willkürlichen neuen Datum. (Zumindest hat sich uns bis heute nicht erschlossen, wie die Stempel terminiert werden. Mein Mann hatte bei seinen zahlreichen Reisen Daten querbeet, manche nicht mal 3 Monate gültig).

Lass alle Verträge im Ausland auch auf deinen Namen lauten! (UK & USA)

In Ländern, in denen es kein Meldewesen gibt, ist man für die Behörden nur existent, wenn man eine Rechnung mit dem eigenen Namen vorweisen kann. Und früher oder später braucht man das. Bei mir kam der Zeitpunkt, als wir innerhalb von England umziehen mussten und ich einen Nachsendeantrag bei der Post stellen wollte. Ich hatte keine Rechnung, die auf meinen Namen lautete: Sorry. Sie wohnen dort ja offiziell gar nicht.

Geh am Anfang nicht in den günstigsten Supermarkt, sondern in den schönsten!

Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Das gilt nicht nur für neue Menschen, sondern auch fürs Einkaufen im neuen Land. 

In England schleppte mich der praktisch denkende Mann in den nächsten ASDA-Laden und die Mega-Packungen mit einem Dutzend Hähnchenschenkeln zu 2.99 sind nur ein Symbol für die (zumindest damals) grauenhafte Optik eines deprimierenden Supermarktes. In meinem Kopf entstand der unwillkürliche Eindruck: In England gibt es nur fürchterliches Essen. Ist natürlich Quatsch, war aber für die Anfangsstimmung ein Killer. 

Im Laufe der Zeit lernte ich natürlich die ganze Supermarkt-Palette in England kennen und es entstand wie daheim ein Einkaufsmix: für X zu ALDI, für Y zu Sainsbury’s und für Z zu Waitrose. Nur zu ASDA bin ich nie wieder. 

Mit dieser Erfahrung im Hinterkopf habe ich in den USA das Pferd von der anderen Seite aufgezäumt und bin als erstes zu Wholefoods. Einkaufspsychologisch die bessere Strategie: man ist beseelt von Köstlichkeiten und findet im Anschluss jeden weiteren Laden günstig. Ich war glücklich, schon beim ersten Einkauf Sauerteig-Brot im Wagen zu haben nebst guter Schokolade und habe mich beherzt in andere Läden gewagt.

Kauf dir spätestens vor der Rückkehr einen Reiseführer deiner deutschen Stadt!

Das Buch „Glücksorte Stuttgart“* war mein Heimweh-Trost und mein Vorfreude-Planer in einem. Je länger man weg ist, desto eher sollte man die Rückkehr wie eine weitere Entsendung betrachten und ein bisschen planen, was man am neuen (alten) Ort alles unternehmen und entdecken möchte. Vor der Entsendung kauft man sich ja auch einen Reiseführer, warum also nicht für die Rückkehr?

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