Glückskeks des Monats

Unser Glückskeks im April: Seelennahrung

Unser Glückskeks im April: Seelennahrung - Oder: Warum Fastfood manchmal glücklich macht - www.expatmamas.de - Singapur

Oder: Warum Fastfood manchmal glücklich macht

Mittags kurz nach 12. Ich bin auf Sightseeingtour in Singapur mit einer Bekannten, denn das Kind ist ja gut aufgehoben in der Schule. Aber ein sichernder Blick auf’s Handy kann nicht schaden, weil der Papa trotz Männergrippe zum Quartalsmeeting nach Europa unterwegs ist. Schockstarre! Fünf verpasste Anrufe vom Kind, die ich nicht gehört hatte. Das Mama-Herz schlägt gleich bis zum Hals! Meine 11-Jährige rief mich in der Lunchpause also weinend an, weil NIEMAND mit ihr reden und spielen wollte (wir haben gerade „Zickenterror“ unter den Mädels ihrer Klasse, in die sie erst seit ein paar Wochen geht). Das Töchterlein ist ganz aufgelöst, weil sie nicht wusste warum und wieso das alles.Ich habe ihr geraten, entweder zur Nurse zu gehen (da war schon besetzt) oder – wie vom Counsellor angeboten – bei Kummer einfach vorbeizuschauen oder sich zumindest einen Termin zu holen. Ging nach Meinung meiner Tochter auch nicht. „Aber egal, tschüss Mama!“ Aufgelegt und die Mutter mit nagenden Zweifeln zurück gelassen.

Fünf Minuten später kommt eine WhatsApp: Ob sie nach der Schule mit zu einem Mädel aus der Parallelklasse nach Hause dürfe?

Natürlich durfte sie! Was tut man nicht alles, damit das Kind Freunde findet. Da lässt man sie schon mal eine komplett unbekannte Familie am anderen Ende der Stadt besuchen. Aber sie hatte die Auflage, sich zu melden, wenn sie angekommen ist. Umso überraschter war ich, als schon bald wieder das Telefon klingelte. Ich muss dazu sagen, dass sich das Kind bisher sehr schwer tut, Englisch zu sprechen (es könnte ja falsch sein, wie peinlich). Darum überraschte mich ihre Frage sehr:
„Mama, wir sind mit dem Taxi gefahren und sind jetzt bei McDonald’s in der Mall XY; du musst mir ganz schnell sagen, wie mein Spezialburger heißt!“ Gesagt, gestaunt! Das Töchterlein hat zum ersten Mal in dieser fremden Stadt sein Essen selbst bestellt, inkl. Sonderzubereitung vom Burgerkoch. Es gab zwar aus Versehen zwei Portionen Pommes statt einer, aber ich bin den Rest des Tages mit einem ganz breiten Grinsen rumgelaufen, weil ich so megastolz auf meine Kleine/Große war. Sie ist wieder ein Stückchen mehr im neuen Alltag angekommen.
(Ilka, Singapur)

Mehr erste Eindrücke vom neuen Alltag in Singapur findet ihr auf Ilkas Blog HamburgSingapur. Dort kann man lernen, warum in Singapur Toaster Deckel haben und man Schuhe am Besten nur in Räumen mit Luftentfeuchter lagert. :-) 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

code