Frisch gelesen: Für Eltern verboten: USA – Der cool verrückte Reiseführer

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“Mama, wusstest du, dass das Wasserskifahren 1922 auf dem Mississippi erfunden wurde?” Nein, wusste ich nicht. “Und wusstest du, dass Kennedy sein Pony Maccaroni genannt hat?” “Und in Texas heißt eine Stadt Dingdong!” Wusste ich alles nicht. Ich weiß nur, dass ich für die Expatmamas eigentlich einen Buchtipp schreiben will. Problem: Ich komme nicht an das Buch ran, das haben die Kinder auf meinem Schreibtisch erspäht und sich sofort unter den Nagel gerissen. Alles Bitten wurde nicht nur überhört, sondern brüsk abgewiesen: “Da steht doch: “Für Eltern verboten” drauf.” Da haben sie Recht und ich muss warten, bis die Kinder im Bett sind.

Eigentlich bräuchte ich jetzt gar nicht weiter schreiben; denn gibt es eine bessere Empfehlung für ein Buch als Kinder, die sich darauf stürzen und es nicht mehr her geben? Ich finde nein. Andererseits verdient es gerade so ein Buch zu zeigen, was es aus Expatmamas-Sicht so lesenswert macht.

Wir haben ja alle die nicht ganz leichte Aufgabe, unsere Kinder auf den Umzug ins Ausland vorzubereiten. Je nach Alter und Naturell der Sprösslinge ist es mehr oder weniger mühsam, ihre Neugier und ihre Lust auf das Neue zu wecken. Seitdem ich meine eigenen Kinder mit Bilderbüchern über Deutschland auf die Rückkehr in die ihnen unbekannte Heimat vorbereitet habe, weiß ich, dass Bücher ein wunderbarer Schlüssel zur neuen Welt sein können. Genauso wie wir Erwachsenen uns mit Reiseliteratur auf jedes neue Land einstimmen, genauso können wir unsere Kinder mit altersgerechten Büchern auf das Fremde, Unbekannte einstimmen. Und die Reiseführer-Serie “Für Eltern verboten”, die National Geographic gemeinsam mit Loney Planet herausgibt, ist deswegen so geeignet, weil sie nicht nur Geschichte und Sehenswürdigkeiten behandelt, sondern voll ist mit Alltagskultur, berühmten Personen, Festen, Bräuchen, Essen. Es gibt keine langen Texte, sondern bunte Seiten voller spannender Info-Happen, die auch mir Spaß machen. Was nützt es, den Kindern die wichtigsten amerikanischen Präsidenten aufzuzählen? Wenn sie aber über die jeweiligen präsidialen Haustiere begeistert lesen (Jefferson hatte z.B. eine Spottdrossel und Washington u.a. einen Kojoten), dann soll mir recht sein, das ihnen die Staatsoberhäupter quasi nebenbei untergejubelt werden. Und wem das tatsächlich nicht genug in die Tiefe gehen sollte, der kann weiterlesen unter den auf jeder Seite aufgeführten Links.

Kinder müssen diesen Reiseführer auch nicht von vorne bis hinten lesen. Sie können sich je nach Interesse die für sie spannenden Themen heraus picken; jedes füllt nur eine Doppelseite. Der eine mag alles über Al Capone erfahren, der andere lieber über Walt Disney lesen; mein Sohn fand den Bürgerkrieg und die Tornados spannend, meine Tochter die Seiten über die ersten Siedler und amerikanische Erfindungen. Egal ob Jeans oder Popkultur, Amish oder Schlittenhunde in Alaska, das Buch ist so vielfältig wie die USA selbst. Und der Rollentausch, wenn die Kinder mal uns mit Fakten verblüffen können, ist herrlich.

Fazit: Wenn ich jetzt den Kindern eröffnete, wir zögen in die USA, ich würde wohl offene Türen einrennen. Zumindest im ersten Moment. ;-) Empfehlenswert ab 10 Jahren.

Für Eltern verboten: USA – Der cool verrückte Reiseführer
National Geographic 2013
ISBN-13: 978-3-86690-346-3
96 Seiten, ca. 400 Abbildungen 9,99 EUR

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