„Komm doch mal vorbei“ – Freunde finden im Ausland

Freunde finden im Ausland - www.expatmamas.de/expatmamas-blog/ - #freunde #expatleben #lebenimausland #imauslandzuhauseNeue Freunde, die sucht jeder im Ausland. Die Frage ist nur wie? Innerhalb der Expat-Community sind Kontakte relativ schnell geknüpft, da ja alle mehr oder weniger auf der Suche sind. Natürlich entsteht nicht aus jeder Bekanntschaft gleich eine Freundschaft, aber immerhin sind die Chancen nicht schlecht, bei der Vielzahl an Begegnungen wenigstens einen zu finden, der auf der gleichen Wellenlänge schwimmt. Aber mit Einheimischen? Da steht vielleicht die Sprachbarriere im Weg oder auch nur ein anderer kultureller Code, den wir erst noch entschlüsseln müssen. Verkopft und eingeschüchtert von allerlei Hinweisen, werden wir nicht gerade lockerer im Umgang mit anderen – und dann stellt man im Nachhinein fest: Alles halb so wild – offene Menschen gibt es überall. Susan erzählt davon in unserer Rubrik: Aus erster Hand. 

Beyond Smalltalk in Kanada

Ein Gastbeitrag von Susan Höntzsch

In Vorbereitung auf den Umzug nach Kanada absolvierten mein Mann und ich ein interkulturelles Training. Mit den Nordamerikanern, so erklärte uns damals die Trainerin, könne man super Smalltalk halten. Alle seien immer sehr höflich und freundlich zueinander. Einladungen in das jeweilige Haus würden sehr schnell ausgesprochen, aber es würden Monate ins Land ziehen, ehe man es über die Türschwelle des anderen schaffe. Oftmals klappe es überhaupt nicht.

So erwartete ich also erst einmal nicht zuviel, als mich eines Tages vor der Kita meiner Tochter eine andere Mutter ansprach. Sie meinte, dass ihre Tochter in die gleiche Gruppe ginge wie meine Tochter. Es wäre doch toll, sich mal auf ein Playdate zu treffen. Sie war mir sofort sympathisch.

Wir trafen uns noch ein zweites Mal zufällig an der Kita und tauschten schließlich Telefonnummern aus. Tatsächlich dauerte es überhaupt nicht lange und das erste Playdate war vereinbart. Mit der gesamten Familie. Seitdem sehen wir uns regelmäßig meist einmal pro Woche entweder bei uns, bei ihnen oder wir unternehmen etwas zusammen. Mittlerweile sind wir sehr gut befreundet.

Diese Erfahrung hat mir einmal mehr gezeigt, wie wichtig es doch ist, allen Menschen gegenüber unvoreingenommen zu sein und Niemanden – schon gar nicht eine gesamte Bevölkerung – in eine Schublade zu stecken. Ich bin den Kanadiern von Anfang an möglichst offen begegnet und wurde bis auf eine einzige Ausnahme bisher nie enttäuscht.

Mehr von Susans Erfahrungen in Kanada könnt ihr auf ihrem Blog “Karrierepfade” lesen.

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Kommentar (1) Schreibe einen Kommentar

  1. Das ist so wahr. Mit den Briten ist es genau das Gleiche. Ich habe mir vor dem Umzug ein Buch gekauft “Leben und arbeiten in Großbritannien” Darin hieß es, dass es sehr schwer ist mit Briten echte Beziehungen aufzubauen. Da ich zu dem Zeitpunkt schwanger war, buchten wir gleich einen Geburtsvorbereitungskurs in unserer neuen Heimat. Dort lernten wir 7 andere Paare kennen und schon wenige Wochen später saßen wir fast jeden Sonntag in einem anderen Haus zum Sunday Roast. Ich erinnere mich lebhaft an den ersten Sonntag, als wir die Gastgeber gefragt haben, wie denn das ganze Gemüse auf Englisch heißt :D

    Man darf wirklich nicht voreingenommen sein. Ich habe am Dienstag erst eine Unterhaltung zwischen zwei britischen Mamas mitgehört, in der eine meinte, sie würde nicht mehr zu einer bestimmten Spielgruppe gehen, weil die Mamas dort sich schon alle kennen. Doch dann gab sie zu, dass sie wahrscheinlich zu wenig Initiative gezeigt hätte, um sich ihnen anzuschließen.
    Genau das wäre mein Rat an jene, die Probleme haben, Freunde zu finden. Man muss schon einiges riskieren und über seinen Schatten springen, denn von nichts kommt nichts.

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