Glückskeks des Monats

Unser Glückskeks im Dezember: Weihnachtseinkäufe

Zur Adventszeit wird man fast zwangsläufig nostalgisch und vor allem die Kinder wollen alles am liebsten so wie immer und wie daheim. Also bleiben zwei Möglichkeiten: in der neuen Heimat die Läden nach Weihnachtsleckereien durchkämmen oder von zu Hause importieren (lassen). Hier lest ihr beides.

Unverhofft kommt oft

Auch in England findet man kurz nach dem Sommerurlaub die Weihnachtsleckereien in den Regalen, wobei das meiste  in der Auswahl – wer hätte das gedacht – aus Deutschland kommt: Niederegger Marzipan, Bahlsen Lebkuchenmischungen «Zum Fest», Lindor-Kugeln und Stollen. Alles original Deutsch beschriftet.

Und noch etwas fanden wir ganz unverhofft bei einem Abstecher nach Birmingham: den Frankfurter Weihnachtsmarkt! Offizieller Titel: Frankfurt Christmas Market Birmingham! Wir trauten unseren Augen kaum: gebrannte Mandeln, Glühwein, Lebkuchen, Bratwürste, heiße Kastanien, hässliches Kunsthandwerk, Holzspielzeug und Verkäufer mit hessischem Dialekt! Wahnsinn!

Mit glänzenden Augen und glühenden Wangen haben wir glücklich eine Nostalgie-Runde gedreht und schon war unser jährlicher Weihnachtsmarkt-Bedarf gedeckt. Inzwischen wissen wir von mindestens einem weiteren deutschen Weihnachtsmarkt in Milton Keynes und bei dem Andrang sind wir überzeugt, dass die Marktlücke noch nicht gefüllt ist. Weihnachten ist ein deutscher Export-Schlager – zumindest bei den Briten. (Jonna, ehm. Naseby)

Schmuggel für Fortgeschrittene

In einem Jahr ergab es sich, dass ich in der Vorweihnachtszeit nach Deutschland musste. Im Nu steckten mir unsere Mit-Expats mehr Wunschzettel zu als dem Weihnachtsmann. So bin ich mit einem ziemlich großen und halb leeren Koffer gelandet und mit einem ziemlich großen und randvollen Koffer zurückgeflogen. Ich mache mich nie wieder lustig über Chinesen, die in Frankfurt am Zoll verhaftet werden, weil sie den Koffer voller toter Enten haben. Meiner war voll mit Parmesan, spanischem Schinken, Dominosteinen, Marzipan und Schokolade. Nun gut, immerhin war alles vakuumverpackt – im Gegensatz zu besagten Enten.

Einen kurzen Moment lang sah ich aber schon meine ganzen schönen Sachen dahinschwinden, als ein Zöllner samt Schnüffelhund auf dem Gepäckband spazieren ging und der Hund wild an diversen Koffern kratzte. Doch entweder kannte der chinesische Spürhund das Aroma von Parmesan nicht oder die Vakkum-Verpackung hat sich bewährt, jedenfalls wurde mein Koffer nicht bekratzt. So kann man sich auch in Shanghai ins Festtags-Koma essen. (Sarah, ehm. Shanghai)

Wir wünschen Euch allen ausreichend Lebkuchen und eine schöne Adventszeit!

Autor

Jonna Struwe, freiberufliche Autorin, Bloggerin und Gründerin von Expatmamas.de, dem Portal für Familien im Ausland

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