Frisch gelesen: Gemeinsam ins Ausland und zurück

Gemeinsam ins Ausland_kleinEs gibt manchmal Bücher, da denke ich schon nach wenigen Seiten: Das hätte ich viel früher kennen müssen. „Gemeinsam ins Ausland und zurück“ ist so ein Buch! Als ich mit Mann und Maus nach England ging, hätte ich genau dieses Buch gerne gelesen und in all den vier Jahren immer wieder hervorgezogen. Es hätte meinen Grübeleien einen roten Faden gegeben, meinen Bauchentscheidungen ein solides Fundament, meine Freude über jede genommene Hürde bestärkt. Und zwar in allen Phasen: vor der Ausreise, im Land und bei der Rückkehr. Weiterlesen

Unser Glückskeks im Juli

Glückskeks_JuliGuiling und die Sache mit dem Luxusklo

Der Tag fing nicht gut an: Erst regnete es aus unserer Klimaanlage, die Duschtür krachte aus den Angeln und zerbrach in tausend Scherben, und dann war plötzlich unsere Tochter verschwunden. Gerade als ich mir durchrechnete, wie viel man auf dem chinesischen Schwarzmarkt wohl für ein dreijähriges, blondes Mädchen bekäme, fand ich sie im Schlafanzug vor dem Haus mit den Wus, unseren Nachbarn. Herr Wu putzte sich die Zähne, seine Frau schlitzte mit Amélie kleine Schlangen auf. Sie schnitten die Köpfe ab und wuschen das Blut im Waschbecken aus. „Wu fan“, sagte Frau Wu fröhlich, Mittagessen, wischte die blutigen Finger an ihrem Schlafanzug ab und wuschelte dann Amélie durchs Haar. Weiterlesen

Unser Glückskeks im Februar

Unsere Maid Tita

Wie fast alle Expat-Familien hatten wir in unserer Zeit in Hongkong auch eine philippinische Maid angestellt, die bei uns gewohnt und gearbeitet hat. Das war für mich aber nicht von Anfang an selbstverständlich!

Schon bevor wir nach Hong Kong gezogen sind, habe ich von verschiedenen Seiten gehört, wie es den philippinischen Maids in Hongkong geht: Sie haben meist einen sehr niedrigen gesellschaftlichen Status und werden von vielen Familien schamlos ausgenutzt! Das heißt: lange Arbeitszeiten, schlechte Arbeitsbedingungen, keine Anerkennung und wenig Lohn. „Wenig“ zumindest für die Arbeitgeber: Für eine live-in Maid, die 6 Tage die Woche arbeitet und der man laut Arbeitsvertrag nur einen freien Tag die Woche sowie 8 Stunden Pause über Nacht zugestehen muss, bezahlte man zu unserer Zeit einen Mindestlohn von umgerechnet etwa 400€ im Monat! Dafür bekam sie natürlich freie Kost und Logis. Trotzdem wurde mir mehrfach bestätigt, dass es für die philippinischen Frauen wie ein Lottogewinn ist, eine Stelle in Hongkong zu bekommen. Weiterlesen