Expatmamas-Expertin

Meet the speaker: Abschied und Übergänge gestalten

Tea & Talk: Abschied und Übergänge gestalten - www.expatmamas.de/expatmamas-blog/

Der Sommer naht und damit die Hauptsaison des Abschiednehmens für Expatfamilien. Ausreise, Weiterziehen, Rückkehr – das sind gravierende Lebenseinschnitte gerade für Kinder. Und darum möchten wir uns in unserem Tea & Talk für April den Übergängen widmen und wie man sie für Kinder gut gestalten kann.

Ich freue mich sehr, dass Ann Wöste unsere Gastreferentin sein wird. Wer schon länger den Expatmamas-Blog liest, dem ist vielleicht ihre Artikel-Reihe zu Third Culture Kids in Erinnerung, wo sie schon einmal auf das Thema Abschied und Übergänge eingegangen ist.

Ann war selbst mehrere Jahre Expatmama und arbeitet inzwischen als Coach und Heilpraktikerin für Psychotherapie mit Schwerpunkt TCK und Expatfamilien. Heute möchte ich sie euch kurz hier noch einmal vorstellen.

5 Fragen an Ann

e/m: Liebe Ann, ich freue mich sehr auf unseren gemeinsamen Tea & Talk. Vielen Dank, dass du dir die Zeit nimmst für die Expatmamas. Gerne möchte ich dich den Teilnehmer*innen schon heute ein bisschen vorstellen. Was können sie von dir mit nach Hause nehmen?

Ann: Ein bisschen was von meiner eigenen Geschichte und meiner Motivation heute als Coach für Expat-Partner und Third Culture Kids zu arbeiten.

Ich werde erklären, welchen Einfluss ein mobiler Lebensstil im Kindes- und Jugendalter hat und was genau das eigentlich ist, so ein „Übergang“.

Außerdem zeige ich auf, dass der innere Umgang damit sehr unterschiedlich ist und auch von außen positiv beeinflusst werden kann.

e/m: Du warst selbst #imauslandzuhause. Wo hast du mit deiner Familie gelebt?

Ann: Ich habe in Irland gelebt, als ich noch nicht verheiratet war.

Als Paar sind wir dann gemeinsam nach Schanghai gegangen, wo unsere Tochter zur Welt kam.

In Portugal und später dann in Changchun haben wir als vierköpfige Familie einige Jahre verbracht.

e/m: Was war für dich die schönste Erfahrung?

Ann: Am schönsten fand ich die Gemeinschaft mit anderen Expats, die ich immer als sehr offen und einladend empfunden habe. Die gegenseitige Unterstützung und Bereitschaft, Neuankömmlinge unter die Fittiche zu nehmen, ist in meinen Augen etwas ganz besonderes. Selbst an Standorten, in denen es keine klassischen Expat-Wohngegenden gab, habe ich immer schnell Frauen getroffen, die wussten, wie es war, die Neue zu sein und mir Hilfe angeboten haben. Mit diesem Grundvertrauen, ist mir der Umzug ins Unbekannte viel leichter gefallen.

Und ich habe seit zwanzig Jahren eine chinesische Freundin, die ich in meiner Anfangszeit in Schanghai kennengelernt habe und regelmäßig treffe. Dass wusste ich erst im Nachhinein wirklich  zu schätzen, da ich in den vielen Jahren im Ausland gemerkt habe, dass es oft gar nicht so leicht ist, intensivere Beziehungen zu Einheimischen zu knüpfen, da sprachliche oder kulturelle Hürden oft hoch sind.

e/m: Was war für dich das Schwierigste?

Ann: Das Schwierigste war für mich die Frage „und was machst du so?!“ 

Zum einen hatte ich immer das Gefühl, ich müsste mich rechtfertigen, dass ich meine berufliche Entwicklung hintangestellt hatte und nun „nur“ Ehefrau und Mutter war, zum anderen fand ich diesen Unterton unfair und geringschätzig.

Die Vorstellung von Menschen, die diesen mobilen Lebensstil nicht kennen, dass das doch eher ein gut bezahlter langer Urlaub sei, begegnet vielen meiner Klientinnen heute noch. Das ist nicht immer leicht zu ertragen, da die Realität doch oft sehr anders aussieht.

e/m: Worauf freust du dich beim Tea & Talk?

Ann: Es ist immer eine Bereicherung mit anderen Menschen ins Gespräch zu kommen und neue Sichtweisen und vielleicht auch die ein oder andere persönliche Geschichte zu hören.

Wir denken oft, nur bei uns ist es schwierig oder wir kriegen es nicht hin, da tut es gut zu hören, dass auch andere die gleichen Sorgen oder Gedanken haben, oder einfach zu erfahren, wie diese für sich eine gute Lösung gefunden haben. Es ist immer spannend zu sehen, welche Rituale für den Abschied oder zur Stabilisierung in der Transitionsphase andere Familien entwickelt haben. Ich freue mich auf neue Anregungen und Ideen.

Der Austausch ist mir daher besonders wichtig.

e/m: Vielen herzlichen Dank. Ich freue mich auf unser Event.

Hier kannst du dich für einen der Tea & Talk-Termine „Abschied und Übergänge für Third Culture Kids gestalten“ anmelden. Sie finden online via Zoom statt:

P.S.: Übrigens kannst du zum Tea & Talk auch sehr gerne deine Kinder „mitbringen“, wenn du ein Betreuungsproblem hast.

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