Atlanta Tales

Mein kleiner Atlanta-Guide – Teil 3: Sightseeing-Favoriten

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Atlanta hat Touristen unglaublich viel zu bieten: tolle Museen, ganz viele geschichtsträchtige Orte in der Stadt, ein beeindruckendes Parlamentsgebäude, Zoo & Aquarium und natürlich berühmte Sportstadien. Investiert in einen Reiseführer und lest hier, welche Orte meine Favoriten sind für die ganze Familie.

Ich selbst hätte nie gedacht, dass Atlanta eine Reise wert ist. New York oder San Franzisco, ja klar. Aber Atlanta?

Ich wurde eines Besseren belehrt und heute fällt es mir nicht leicht, eine Auswahl zu treffen für euch. Was sollte man also nicht verpassen? Und was ist gleichzeitig mit Kindern empfehlenswert? 

Meine Favoriten

Anhand meiner drei Tages-Tour-Tipps aus Teil 2 meines Atlanta-Guides möchte ich euch meine drei Highlights zeigen plus ein besonders Ziel für Familien. 

Piedmont Park inkl. Botanischer Garten

Wer Atlanta einmal „ganz“ sehen möchte, während die Kinder sich langsam an die Großstadt gewöhnen (Metro Atlanta hat rund 5 Mio. Einwohner, die Hälfte von ganz Georgia), der startet im Piedmont Park.

Piedmont Park ist der Central Park von Atlanta – viel Grün mit See, einigen Sportfeldern, Spielplätzen und Aussicht auf die Skyline.

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Hier liegt auch der Botanische Garten, der eine gelungene Mischung bietet aus schattigen Waldpfaden, Gewächshäusern, klassischen Blumenrabatten und beeindruckenden Pflanzenskulpturen. Kinder werden vor allem die Figuren aus Alice im Wunderland lieben.

Als Familie haben wir alle viel über die in den Südstaaten heimischen Pflanzenarten und exotische Nutzpflanzen gelernt. Ich gebe zu, ich habe hier meine erste Ananas wachsen sehen (ups, nicht am Baum) und Erdnusspflanzen hätte ich fast für Erbsen gehalten. 

Der Botanische Garten war unsere letzte Atlanta-Entdeckung, die sich auch gut unter Corona-Bedingungen besuchen ließ. Und ich habe mich gefreut, zum Abschluss einen Blick auf das berühmte Stadtwappen werfen zu können: den Phönix, Sinnbild für die wiederauferstandene Stadt nach der Zerstörung im Bürgerkrieg.

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Fox Theatre

Das Fox Theatre zu entdecken, war für mich die schönste Überraschung in Atlanta: Mein Juwel. Ein vergleichbares Theatergebäude habe ich noch nirgendwo gesehen. Eine Mischung aus Alhambra und Tempel von Karnak. 

Der Orient insbesondere Ägypten waren zur Bauzeit, Ende der 20er Jahre, schwer in Mode und heute taucht man zwischen all den Wolkenkratzern von Midtown Atlanta plötzlich ein in diese Welt wie aus 1001 Nacht.

Fast würde man vergessen, dass man in den USA ist, wäre da nicht z.B. die lange Treppe an der Außenmauer, die zum obersten Rang führt, der früher für die Schwarzen Theaterbesucher vorgesehen war. Einer der wenigen Orte in Atlanta, wo die Segregation noch heute sichtbar ist.

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Äußerer Treppenaufgang

Ursprünglich wurde das Fox Theatre als Tempel der Shriners gebaut (ein Freimaurer-Orden), doch wegen der hohen Kosten wurde es noch vor der Eröffnung an den Filmmogul William Fox vermietet und der Hauptsaal zu einem Kino umfunktioniert. Zur Eröffnung 1929 hatte hier Disneys erster Mickey Mouse-Film Premiere: Steamboat Willie.

Mighty Mo

Besonders am Fox Theatre ist auch, dass die riesige Orgel aus dieser Stummfilmzeit überlebt hat: Mighty Mo ist die größte Theater-Orgel der Welt und eine von sieben, die erhalten blieb. Diese Orgel konnte nicht nur Musik spielen, sondern hunderte Geräusche zur Vertonung der Stummfilme erzeugen. Jedes Jahr vor Weihnachten gibt es ein spezielles Konzert, zu dem die (kostenlosen) Karten innerhalb von Minuten vergriffen sind.

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Mighty Mo versteckt hinter maurischen Fenstern

Wer nicht das Glück hat, das Weihnachtskonzert im Fox besuchen zu können, oder das dicke Portemonnaie, um eine der Broadway-Shows dort zu sehen (war uns zu teuer), der sollte einfach eine Führung durch das Fox buchen (wenn die Pandemie vorbei ist). Auch Kinder werden staunen.

Atlanta History Center

Das Atlanta History Center war unser Haus und Hof-Museum. Nicht nur, weil es einen Steinwurf von unserem Rapunzel-Turm entfernt lag. Sondern auch weil wir hier so viel über Amerika, die Südstaaten und Atlanta gelernt haben. Jedes Mal gab es etwas Neues zu entdecken.

Wie der Name sagt, befasst sich das Museum hauptsächlich mit der Geschichte der Stadt und des Staates Georgia und ist dabei überhaupt kein bisschen angestaubt.

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Fakten zu Atlanta

Es gibt verschiedene Ausstellungen, die für jedes Alter und jedes Interesse etwas bietet.

Leben in Atlanta

Zum Beispiel die Ausstellung über das Leben in Atlanta in den letzten 150 Jahren mit vielen Alltagsgegenständen und Geschichten aus dem Leben der Menschen. Wie schwer musste einst eine Schwarze Wäscherin heben? Wie sitzt man in einem Diner aus den 50er Jahren? Wo brannte es beim großen Stadtbrand? …..

Mein Tipp: Das Atlanta History Museum hat aus dieser Sektion eine tolle, kurzweilige und sehr übersichtliche Online-Ausstellung gemacht: Atlanta in 50 Objects. Unbedingt reinklicken. Wer neu in der Stadt ist, bekommt hier den besten Überblick.

Natürlich findet man auch eine Ausstellung über den Bürgerkrieg mit vielen Artefakten zum Anfassen und auch etlichen Original-Fotos, denn es war der erste Krieg, der in Bildern festgehalten wurde (Achtung, wenn man nicht will, dass die Kinder alles sehen).

Cyclorama

Berühmt ist das Atlanta History Center auch für sein Cycloramaein 360 Grad-Gemälde, erstellt von 17 deutschen Künstlern in Milwaukee 1886 über die Schlacht von Atlanta 22 Jahre zuvor. Die Geschichte dieses Cycloramas, erzählt in einem kurzen Film, fand ich sogar noch aufschlussreicher als das Gemälde an sich (ich hab es nicht so mit Darstellungen von Schlachten). 

Daneben bietet das Museum noch Ausstellungen über die Ureinwohner Georgias, über Sportlegenden, die Bürgerrechtsbewegung und seit neuestem über Olympia. 

Freilichtmuseum und Goizueta Gardens

Das Georgia History Center ist aber auch ein Freilichtmuseum mit einer typischen Farm inkl. Truthahn und Schafen, einem Baumwollfeld und Sklavenhütte und wie immer in amerikanischen Freilichtmuseen sitzt überall jemand, der super kompetent und nett erklärt und Fragen beantwortet. Unbedingt nutzen, wenn sie dich ansprechen!

Hinter der Farm liegt im waldigen Park des Museums eine Stadtvilla der 1930 Jahre – Swan House – (ebenfalls einen Besuch wert) und an einem der Spazierpfade findet man u.a. eine Freiluft-Bücherecke. 

Die Außenanlagen, Goizueta Gardens genannt, sind allein schon einen Besuch wert – dieses Video nimmt euch mit auf eine kleine Tour.

Man kann sich wunderbar einen ganzen Tag im Museum herumtreiben, draußen im Park picknicken oder im Brash Coffee einen Cappuccino trinken. Und zu guter Letzt sollte man unbedingt Zeit für den Museums-Shop übrig haben mit einer tollen Kinderbuchauswahl zu Segregation, Persönlichkeiten der Bürgerrechtsbewegung und amerikanischer Geschichte.

Mein Tipp: Es lohnt sich auch den Instagram-Account des Atlanta History Center zu abonnieren. Bunt, informativ und immer unterhaltsam.  

Georgia Aquarium

Last but not least ein Familien-Favorit, den man in keine Tages-Tour einbauen kann: Es ist ein Tag an sich. 

Das Georgia Aquarium wird einem zurecht schon an der Autobahn angepriesen, wenn man sich Atlanta nähert und steht natürlich auch in jedem Reiseführer. 

Zugegeben, ich gehöre nicht zu denjenigen, die in Zoos stundenlang vor den Fischen stehen, aber das Georgia Aquarium bietet so viel mehr als Zitteraale und Muränen. Was man hier sehen kann, gibt es nur an wenigen Orten auf der Welt.

Herzstück ist der Ocean Voyager – ein gigantisches Becken, durch das ein Unterwassertunnel führt und in dem u.a. Walhaie zu sehen sind. 

Ja, es ist verrückt, mitten in einer Millionenmetropole, die hunderte Meilen vom Meer entfernt liegt, solche Tiere zu zeigen. Aber ich glaube daran, dass die Menschen nur schützen, was sie kennen und bewundern. Und die wenigsten von uns werden mit Schnorchel ins Meer springen, um einen Walhai zu sehen.

Das gleiche gilt natürlich auch für das Delfinarium, in dem täglich mehrere Shows stattfinden – immerhin jede anders, damit sich die Tiere nicht langweilen. Einen Tierschützer vermag das vielleicht nicht zu trösten, aber die Betreiber sind eine Non-Profi-Organisation und engagieren sich glaubwürdig in der Meeresforschung und für den Arterhalt.

Wenn man sich darauf einlassen will, ist das Georgia Aquarium unglaublich beeindruckend. Und auch sehr amerikanisch. Denn natürlich dürfen irgendwelche virtuellen 3 und 4D-Angebote nicht fehlen, das übliche Foto-Gedöns am Eingang und die Verpflegung ist Fastfood zum Gourmet-Preis. 

Mein Tipp: Man sollte auch auf keinen Fall an einem Regentag kommen, sondern am besten an einem schönen sonnigen Mittwoch-Morgen. 

Für die tägliche Dosis Meerestier und einen Blick hinter die Kulissen lohnt sich auch hier das Instagram-Abo. Und: Ganz neu bietet das Aquarium jetzt auch virtuelle Touren

Wollt ihr noch mehr von Atlanta sehen? Dann geht es bald weiter mit Teil 4 meines kleinen Atlanta Guides.

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Autor

Jonna Struwe, freiberufliche Autorin, Bloggerin und Gründerin von Expatmamas.de, dem Portal für Familien im Ausland

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