Atlanta Tales

Mein kleiner Atlanta Guide – Teil 2: Bummeln

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Amerikanische Großstädte eignen sich bekanntlich weniger zum Bummeln. Tatsächlich gibt es aber in Atlanta Ecken, die zum Schaufenster-Schauen einladen und Geschäfte jenseits der großen Ketten bieten. Ich möchte euch drei davon vorstellen (die großen Malls findet ihr auch ohne mich).

Ponce City Market

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Der Ponce City Market wurde 2014 in einem alten Industrie-Komplex eröffnet und erinnerte mich sofort an den Chelsea Market in New York. Kein Wunder, steckt doch dasselbe Unternehmen hinter beiden, Jamestown. 

Man könnte sich einen ganzen Tag durch die Foodhall essen, aber auch die Geschäfte sind einladend. Im ersten Stock des Hauptgebäudes findet man z.B. Seltenes wie einen schönen Spielzeugladen, Rhen’s Nest, oder Lokales im Citizen Supply. Hier gibt es einen unabhängigen Buchladen, Posman Books, schöne Papeterie und nachhaltige Mode. 

Ich habe in Atlanta erstaunlich wenig gekauft und tatsächlich waren es die Läden hier im Ponce City Market, in denen ich fündig wurde: eine Jeans bei Amour Vert und Näh-Utensilien im wunderhübschen Top Stitch

Eine Besonderheit des Ponce City Market ist das Dach, das Rooftop Bar, Minigolf und Vintage-Kirmes in einem bietet vor der Skyline-Kulisse von Midtown Atlanta. Ohne Ticket kommt man allerdings nicht nach oben und das war uns für einen Spontan-Abstecher, um die Aussicht zu bewundern, dann doch zu teuer.

Später machte Corona uns einen Strich durch die Rechnung. Nun, vielleicht bekommen wir noch mal eine Chance….

Mein Tour-Tipp für einen ganzen Tag: Starte mit einem Café und Croissant in der St. Germain Bakery im Ponce City Market, nimm den Ausgang zur Beltline und spaziere bis zum Piedmont Park, um eine erste Aussicht auf die Skyline von Atlanta zu genießen und die unglaubliche Vielfalt an Menschen zu beobachten. Wenn dich deine Füße noch tragen, kannst du anschließend dem Botanischen Garten einen Besuch abstatten (dort gibt es Stärkung), bevor du dich auf den Rückweg machst. Wer zu müde ist, kann sich einen E-Roller nehmen.

West Side Provisions

West Side Provisions liegt – du ahnst es – im Westen von Atlanta und ist der alte Meat Packing District an der Bahnlinie. Eigentlich sind es zwei Areale, die über eine Fußgängerbrücke über die Gleise verbunden sind. Mit etwas Glück fährt einer der doppelstöckigen Endlos-Güterzüge unter dir durch, während du über die Brücke schlenderst. 

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Auch hier findet man eine Mischung aus Essen & Einkaufen, anders als im Ponce aber mit einigen Einrichtungs- und Antiquitätenläden wie Brick + Mortar, die von der alten Atlanta-Tasse bis zum Mid-Century Sessel alles verkaufen.

Wäre ich mit Baby und Kleinkind nach Atlanta gekommen, wäre ich sicherlich regelmäßig zur Seed Factory gegangen, um Kleidung und Spielzeug zu kaufen oder um die Weihnachtskrippe mit einer Ostheimer-Figur zu ergänzen. 

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Rund um die Westside-Provisions entstand (und entsteht immer noch) ein hippes Wohnviertel, das junge, urban geprägte Familien anzuziehen scheint. 

Mein Tour-Tipp für einen ganzen Tag: Morgens eine Führung im Fox Theatre (immer montags, donnerstags und samstags) buchen, anschließend zur Westside rüber fahren, dort den allerleckersten Falafel (meines Lebens) im kleinen Street Food Laden Falafel Nation/Aziza bestellen und den Nachmittag in den Läden verbummeln. 

Buckhead Village

Unser Hochhausturm thronte über dem Buckhead Village, das natürlich weit entfernt von einem Dorf ist aber wahrscheinlich das, was einer europäischen Innenstadt am nächsten kommt – en miniature. Buckhead Village besteht aus einem Straßenkreuz, an dem sich Boutiquen, jede Menge Restaurants, unsere italienische Lieblingseisdiele Amorino, Galerien und ein paar Sportstudios aufreihen. 

Wer nicht gerade alter Südstaaten-Geldadel oder Rapper-Millionär ist, wird hier zwar nicht unbedingt shoppen, sich aber definitiv die Augen aus dem Kopf schauen. Autos und Outfits vom Feinsten defilieren, während man selbst auf einer Bank am Eis schleckt und sich wie das Landei in der City fühlt. Allerdings versucht der Betreiber Jamestown neuerdings das Viertel ein bisschen vom Luxus-Ross herunter zu holen. 

Die Restaurants sind alle eine Empfehlung wert, nicht teurer als anderswo und bei einigen kann man auf typisch französischen Brasserie-Stühlen draußen auf der Straße sitzen. Herrlich! Und absolut unamerikanisch. Unsere Favoriten waren: die Taverna für Pasta & Pizza, das Bilboquet für einen warmen Frühlingsabend á la française auf der kleinen Place (wenn es was zu feiern gibt) und das Colonial (ja, der Name geht gar nicht) für tolles vietnamesisches Essen auf einer Südstaaten-Porch.

Wer sich im Buckhead-Village über die große Peachtree-East-Paces Ferry Road-Kreuzung wagt, kann übrigens im Merchant Atlanta tolle Mitbringsel und Geschenke kaufen. Und von dort sind es keine 500 Meter bis zum Atlanta History Center, wo du dich im Brash Coffee für den Nachmittag stärken kannst.

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Mein Tour-Tipp für einen ganzen Tag: Für einen schönen, sonnigen Samstag-Mittag einen Tisch draußen reservieren, auf den Nachtisch verzichten und stattdessen ein Eis im Amorino mitnehmen und auf und ab schlendern. Anschließend zum Atlanta History Center spazieren, das einen Steinwurf entfernt liegt, und dort eine der Ausstellungen oder einfach nur die Gärten genießen (die Jahreskarte lohnt sich).

Und das nächste Mal, im dritten Teil meines kleinen Atlanta-Guides, nehme ich dich mit zu den Sehenswürdigkeiten, die ich dir hier in meinen Tour-Tipps genannt habe.  

Hast du Teil 1 verpasst? Hier geht es zu meinen Tipps für einen schönen Kaffee in Atlanta.

Autor

Jonna Struwe, freiberufliche Autorin, Bloggerin und Gründerin von Expatmamas.de, dem Portal für Familien im Ausland

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