Atlanta Tales Expat-Leben

Startschwierigkeiten

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Oder: Ready, steady – and think twice

Ich bin dieses Mal sehr motiviert, ein paar Dinge gleich anzugehen: z.B. Sport. Da ich bei dieser Entsendung weder schwanger bin, noch ein Baby (bzw. zwei Babys) mit mir rumschleppe, hab’ ich mir gesagt: Jonna, du suchst dir gleich was für den körperlichen Ausgleich! Allein, es ist ein wenig wie mit den Neujahrsvorsätzen, der Geist ist willig, aber ach…. 

Da wohnen wir nun in einer schicken Appartment-Anlage mit Pool, was liegt da näher, als ein wenig schwimmen zu gehen? Das dachte ich zumindest in meinem europäischen Leichtsinn. Die amerikanische Lifeguard-Liebe hat mir allerdings einen Strich durch die Rechnung gemacht, denn die Pool-Ordnung erklärt strikt:

Unattended solo bathing is prohibited.

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Schade für mich, dass Schwimmen die einzige Solo-Sportart ist, für die ich mich erwärmen kann. Joggen etc. ist nicht mein Fall. Und schade für mich, dass morgens außer mir niemand an den Pool gehen möchte.

Plan B: Im hauseigenen Fitness-Raum gibt es einen Kurs. Leider mittwochs um 6:30. Nicht meine Uhrzeit. Sorry guys. Und die Laufbänder und Co? (s.o. bei Solo-Sportarten)

Also Radius erweitern und mit offenen Augen durchs Stadtviertel gehen. Gleich an der nächsten Hausecke ein Sportstudio – doch der Name ist Programm: Barrys Bootcamp ist nur für Menschen gemacht, die sich auf die Marines vorbereiten (oder zumindest so aussehen). Die gestählten Leiber im Trend-Outfit, die der Laden sonntags um 10 ausspuckt, lassen mich verschämt den Mama-Bauch einziehen.

Nächste Hausecke, nächstes Studio: Fly – ein Blick auf die Internetseite präzisiert: Fly Wheel Sports. Das Video auf der Startseite zeigt anschaulich: Power-Spinning von Musterathleten. Ich bin mir sicher: da würde ich nach 30 Sekunden ohnmächtig vom Rad kippen.

Aber was ist das, drei Häuser weiter? Yoga! Yoga klingt toll – schon mal gemacht, Preise und Stundenplan scheinen annehmbar. Nur ein kleiner Hinweis auf der Homepage lässt mich zucken:

„We believe that good things come to those who sweat which is why our studios are heated up to 93 degrees.”

Himmel! Mein Kreislauf! Wenn ich mich bei 34 Grad bewegen will, dann muss ich nur um den Block laufen. 

Also zurück zur Residence. Wie wäre es, in den 20 Stock die Treppe zu nehmen? Leider nur in der Theorie möglich, denn die Treppe ist allein dafür gedacht, im Brandfall nach unten zu kommen. Deswegen kann man vom Treppenhaus aus nicht zurück in die Etagen (Ist das eigentlich bei Feuer sinnvoll? Aber ich schweife ab…) Ich könnte natürlich von unten hoch und wieder runter gehen, um dann mit dem Aufzug ins Appartment zu fahren. Allein –  der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.

Ich fürchte, ich bin keinen Schritt weiter, aber ich habe eine Zwischenlösung:

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Solo coffee by the pool.

Das ist erlaubt, solange man einen Kunststoffbecher nimmt. ;-)

Autor

Jonna Struwe, freiberufliche Autorin, Bloggerin und Gründerin von Expatmamas.de, dem Portal für Familien im Ausland

7 Kommentare Neues Kommentar hinzufügen

  1. Sarah sagt:

    Liebe Jonna,
    Sind Regeln in den USA nicht dafür gedacht, gebrochen zu werden? Du könntest ihnen bestimmt einen Zettel geben, auf dem steht, dass sie keine Haftung tragen. Dann dürftest Du bestimmt 24h baden.

  2. Anja sagt:

    Hallo Jonna, das ist echt krass mit dem Schwimmen im Pool. Sind denn da auch mal Lifeguards da oder nie?
    Wir waren neulich hier in so einem Waterpark, gefuehlt 100 Lifeguards….
    Ich hab jetzt das Schlittschuhlaufen für mich entdeckt, auch im Sommer so verrueckt es klingt. Aber es ist so heiss draussen verbunden mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit, dass ich nicht mal walken kann geschweige denn joggen (sonst kippe ich nämlich auch um). In der Eishalle ist es schön kuehl, schön leer und fuer 2h zahle ich 8 Dollar. Jeden Tag gibt es public skating ( ich schaffe nur 1x die Woche) und hab nur 10 Minuten Autofahrt. Klar, Inlineskaten in der Natur waere mir lieber, aber dafür gibt es hier keine Wege… Hotyoga gibt es hier auch, ich gehe zum normalen Yoga, aber dort laeuft immer die Klimaanlage!!! Welcome to America lg

    1. Jonna sagt:

      Es gibt nie Lifeguards – ich glaube, da hilft nur ziviler Ungehorsam (allerdings bin ich nicht sicher, ob man ggf. Strafe zahlen muss – das muss man hier im Building nämlich für Einiges). Wo bist du in den USA? Heiß und feucht klingt vertraut. :-) Heute morgen in der Schule hat mir jemand Pilates in einer Kirchengemeinde empfohlen. Das werde ich mir mal ansehen.

      1. Anja sagt:

        Ich würde es drauf ankommen lassen und mich dumm stellen…bist ja schließlich neu dort
        Wir sind in New Jersey, ca. 1 Autostunde von New York City entfernt. Zumba, Yoga und Pilates gibt es bei uns im Community Center. Man zahlt einfach vor Ort bar für die Stunde, keine Mitgliedschaft. Finde ich super.
        Leider bekomme ich gar keine Info, dass Du auf meinem Kommentar geantwortet hast, hab nämlich grad nur zufällig hier nochmal rein geschaut…lg

  3. Mako sagt:

    Gibt’s keine FB oder Meet up Expatgruppen in Atlanta ? Da gibt’s doch normalerweise Tipps für alles und alle möglichen Veranstaltungen, Sport, Walks, Coffee Mornings, Bookclubs etc. Oder eine FB Gruppe der Schule ? Du findest bestimmt bald was Passendes ✊

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