Interview: Neu in...

Neu in … Abuja

Neu in Nigeria - www.expatmamas.de/blog/ - #imauslandzuhause #expatmamas #nigeria

Noch eine Expatmama in Afrika! Viel zu lange, war der Kontinent hier auf dem Blog so gut wie nicht vertreten, und jetzt berichtet innerhalb von ein paar Wochen nach Mandy im Senegal auch Jeanette in Nigeria von ihrem Start ins Expatleben.

e/m: Liebe Jeanette, wo genau bist du mit deiner Familie gelandet?

Jeanette: Wir wohnen seit August 2019 in Abuja, der Hauptstadt von Nigeria. Anfangs sind wir in einer möblierten Wohnung untergebracht. Aber ab 2020 dürfen wir in ein nettes Haus einziehen. Der Compound dort ist größer und hat mehr Möglichkeiten, zusätzlich wohnen dort auch viele Familien. 

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Unsere Tochter geht hier in einen internationalen Kindergarten mit britischen Curriculum. Unser Sohn ist momentan bei mir zuhause.

e/m: Was war dein erster Eindruck von der Stadt?

Jeanette: Der erste Eindruck war viel besser als gedacht. Die Stadt ist sehr grün und mit dem Auto kommt man überall gut hin. Natürlich ist diese westafrikanische Stadt auch laut, hektisch, dreckig und voll. Am meisten überrascht hat mich jedoch, dass man wirklich viele bekannte Produkte und Lebensmittel findet. 

e/m: Könnt ihr euch frei bewegen?

Jeanette: In der Stadt selber können wir uns frei bewegen. Allerdings ist außerhalb der Stadt stets Convoi oder Polizeischutz empfohlen. Auch am Abend sollte man nicht alleine in der Stadt unterwegs sein. Als ich mit meinem Mann von einer Veranstaltung Heim gefahren bin, wurden wir mehrmals angehalten, trotz besonderem Nummernschild.

Boko Haram ist im Land natürlich ein großes Thema, aber hier in der Stadt nicht so präsent wir in anderen Teilen des Landes.

e/m: Was ist dein neuer Lieblingsort?

Jeanette: Ich habe bislang noch keinen Lieblingsort gefunden. Aber es gibt einige nette Cafés und Restaurants (auch welche, wo man nicht zwei Stunden auf sein Essen warten muss :-) ). Auch die einheimischen Märkte sind ein Muss. Besonders der Markt „Mama Africa“ muss regelmäßig besucht werden. 

e/m: Was gefällt deiner Familie bisher am Besten?

Jeanette: Als Familie sind wir total begeistert, dass wir mehr Zeit gemeinsam verbringen können. Die kurzen Wege zur Arbeit und Kindergarten finden wir auch super. Das war in Berlin beides anders. Abendessen gab es oft ohne Papa und es wurde viel Zeit auf der Straße oder U-Bahn verbracht. 

e/m: Was war das Nützlichste, was du von zuhause mitgebracht hast?

Jeanette: Im Alltag mit den Kindern bin ich im Nachhinein doch sehr froh, dass wir die Hochstühle bzw. TripTraps von Anfang an hier haben. Die sind super nützlich und ersparen während des Essens viel Stress. Auch, dass wir Reisebetten für die Kids dabei haben, während wir auf den Container warten, ist praktisch. 

e/m: Wer oder was hat dir in den ersten Tagen/Wochen am Meisten geholfen?

Jeanette: Es hat mir sehr geholfen andere neue Expats hier in der Stadt zu treffen und mich mit ihnen über ihre Erfahrungen auszutauschen oder Hinweise über die bereits gemachten Einkaufserlebnisse zu bekommen. Die meisten Expats, die wir kennen, sind aus Deutschland, Amerika und England. Auf unserem neuen Compound wohnen wohl keine Deutschen, aber einige aus Schweden, Kanada, Finnland und Irland. Die Expat Community ist super bunt und international – das macht richtig Spaß!

Außerdem hat es uns als Familie geholfen, dass wir einiges an Luftfracht schon in der Wohnung hatten, als wir ankamen. Somit hatten wir schon eine kleine Ausstattung an Küchenutensilien und Spielzeug etc. hier. 

e/m: Was wäre Dein Tipp für alle Neuankömmlinge?

Jeanette: Mein Tipp für Neuankömmlinge ist, sich auf das Neue, Ungewohnte einzulassen. Es ist auch hilfreich ein Afrika bzw. Nigeria-Seminar zu besuchen, um die Kultur, das Land und die Leute besser zu verstehen. (Das war für mich ein positiver game changer!) Außerdem empfehle ich, sich mit Kollegen oder anderen Expats in Verbindung zu setzen, die bereits hier gelebt haben oder immer noch vor Ort sind.

e/m: Worauf freust du dich in den nächsten Wochen am Meisten?

Jeanette: Ich freue mich besonders auf die Ankunft des Containers mit all unseren Sachen drin. Und natürlich auf das Haus, in das wir einziehen dürfen. Ich freue mich sehr darauf, die Kultur und die Menschen noch besser kennen zu lernen und viele schöne Erinnerungen mit meiner Familie in Afrika zu machen. 

e/m: Liebe Jeanette, vielen Dank, dass du dir Zeit genommen hast. Deine Antworten sind sehr hilfreich für andere. Expatmamas wünscht dir und deiner Familie alles Gute und eine tolle Zeit!

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Wer mehr von Jeanette und ihrem Alltag in Nigeria lesen will, kann ihren Instagram-Account besuchen.

1 Kommentar Neues Kommentar hinzufügen

  1. Luise sagt:

    Ich musste erstmal schauen, wo Abuja liegt. Das ist ja vom Sicherheitsaspekt vollkommen konträr zu China. Viel Glück den Berlinern dort und viele schöne Begegnungen mit Land und Leuten. Liebe grüße, Luise

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