Expatmamas-Wissen: G – Gesundheit

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Es geht weiter in meiner neuen Blog-Kategorie “Expatmamas-Wissen“, die von A-Z kompakt zusammenfasst, was man für das Leben im Ausland wissen muss (allerdings – wie ihr schon feststellen konntet – nicht notwendigerweise in alphabetischer Reihenfolge :-)). Begonnen haben wir mit T wie Third Culture Kids. Heute springen wir zu G wie Gesundheit – an was solltet ihr vor der Ausreise denken?

In der Regel werden Expats und ihre Familien durch eine private Krankenversicherung im Ausland gut abgesichert. Zusätzlich solltet ihr euch vor der Abreise um drei wichtige Themen kümmern: Impfungen, Medikamente und Vorsorge. Zum einen ist es wichtig, gut gerüstet in das Abenteuer Ausland zu starten, zum anderen ist es trotz bester Versicherung nicht überall auf der Welt leicht, jede uns selbstverständliche Gesundheitsleistung zu bekommen.

Impfungen

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Oft informiert euch der entsendende Arbeitgeber über die im Ausland erforderlichen Impfungen. Ist das nicht der Fall (oder ihr wollt euch selbst zusätzlich informieren), dann kann euch der Haus- bzw. Kinderarzt weiterhelfen oder ihr wendet euch an die Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin.

Merkblätter zu verschiedenen tropischen Krankheiten und Infektionen bietet auch das Auswärtige Amt.

Übrigens: Impfungen sind in manchen Ländern nicht nur eine Frage des individuellen Gesundheitsschutzes, sondern z.B. in den USA bei Kindern Voraussetzung, um an öffentlichen Schulen zugelassen zu werden.

Tipp: Impfpapiere unbedingt im Reisegepäck mitführen! Der Container ist oft wochenlang unterwegs und es kam schon vor, dass der Schulstart der Kinder in Frage stand, weil die Impfnachweise zusammen mit dem Hausrat im Zoll festhingen.

Medikamente

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Wer dauerhaft Medikamente nimmt, sollte auf jeden Fall einen Vorrat für die ersten Wochen, evtl. auch Monate mit sich führen (beachtet ggf. Einfuhrbeschränkungen). Aber auch die Hausapotheke sollte gut gefüllt sein, da man mitunter Arzneien, die uns selbstverständlich sind, nur schwer bekommen kann. 

Für mich war es z.B. eine Überraschung, dass in England Fieberzäpfchen für Kinder nicht nur nicht üblich sind, sondern auch nur auf Rezept und für viel Geld zu bekommen waren. (Dafür gibt es in jeder Drogerie Ibuprofen-Saft frei käuflich im Selbstbedienungsregal). Auf Nachfrage beim Arzt hieß es nur bedeutungsvoll: “Ah, the British and their bottoms…” (Wir Deutsche gelten wahrscheinlich als leicht pervers, unseren Kindern Zäpfchen in die Popos zu schieben.) 

Empfehlungen für eure Expat-Hausapotheke von einer Apothekerin und Expatmama lest ihr auch hier auf dem Expatmamas-Blog: “Für ein gesundes neues Expat-Jahr“.

Tipp: Nutzt den Look-and-See-Trip für den Besuch einer Apotheke, um euch an Bild zu machen, was erhältlich ist und zu welchen Preisen.

Vorsorge

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Grundsätzlich ist es immer empfehlenswert, alle Vorsorge-Untersuchungen aller Familienmitglieder vor der Ausreise auf den neuesten Stand zu bringen. Selbst wer im Ausland privat krankenversichert ist, kann nicht immer jede Vorsorge bekommen, die in Deutschland Standard ist –  wie zum Beispiel die U-Untersuchungen für Kinder. In England z.B. sind weit weniger U-Untersuchungen vorgesehen als bei uns. Deswegen haben wir in den ersten Lebensjahren unserer Kinder jeden Besuch daheim in Deutschland dazu genutzt, um zur Vorsorge zu gehen. Glücklicherweise hat unsere Krankenversicherung das mit abgedeckt, genauso wie meine Checks beim Frauenarzt. Idealerweise klärt ihr bei der Verhandlung des Expat-Paketes, dass diese (und ggf. weitere) Vorsorge-Leistungen in Deutschland mit übernommen werden. Ihr könnt als Privatpatient im Ausland nicht automatisch davon ausgehen, Leistungen einfach buchen zu können. In vielen Ländern wie z.B. UK kann man auch als Privatpatient nur durch Überweisung Termine bei Fachärzten bekommen.

Krankenversicherung

Zu guter Letzt noch ein Wort zur Versicherung: Wer vor der Entsendung freiwillig in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versichert ist, sollte bei der Ausreise seine Versicherung nicht kündigen, sondern auf eine sogenannte Anwartschaft umstellen lassen. Damit sichert ihr euch die Möglichkeit, nach der Entsendung in die GKV zurückkehren zu können. (Die Kassen sind nur verpflichtet, Versicherte wieder aufzunehmen, die unter der Einkommensgrenze liegen und noch keine 55 Jahre alt sind). Über die Konditionen einer Anwartschaft geben die Krankenkassen Auskunft.

Wenn ihr weitere Fragen habt zur Krankenversicherung, dann könnt ihr euch als gesetzlich Versicherte auch an die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung Ausland (DVKA) wenden. Auf der Website findet ihr Informationsblätter zur Sozialversicherung in etlichen Ländern (z.B. China) und auch verschiedene Vordrucke. Außerdem könnt ihr euch von der DVKA persönlich beraten lassen.

Falls ihr noch ergänzende Tipps habt, freue ich mich sehr über eure Kommentare. Bleibt gesund & munter und kommt heil wieder!

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