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Ostern war unser zweites Weihnachten

Ostern war unser zweites Weihnachten - www.expatmamas.de/blog/ #expatmamas #imauslandzuhause #ostern

Ich glaube, ich habe mich selten so auf Ostern gefreut wie in diesem Jahr. In dieser ereignislosen Zeit geraten solche besonderen Daten zum Event-Highlight; die Vorfreude war ähnlich groß wie im Advent und auch das Paket-Aufkommen nicht unerheblich.

Viel Schokolade und noch mehr Regen

Da unsere Besucher in Deutschland bleiben mussten und wir so vom Direktimport der Ostereier abgeschnitten waren, wurden diverse amerikanische Online-Händler für Goldhase & Co bemüht. Bangen bis Karsamstag, ob es wohl die Marzipan-Eier rechtzeitig zu uns schaffen würden. Aber, puh, alles war pünktlich da und das Verstecken hat selten so viel Spaß gemacht wie in diesem Jahr.

Seit dem Corona-Teenie-Geburtstag Ende März war Ostern die zweite, lang herbeigesehnte Unterbrechung des Alltags-Einerlei und gleichzeitig Fixpunkt für vertraute Rituale. Der Mensch ist schon ein paradoxes Wesen: raus aus der Tagesroutine, aber bitte mehr derselben Feier-Rituale.

Wir haben wie an Weihnachten gebacken und die 1000-Teile-Puzzle hervorgeholt, die bei uns ausnahmslos alle Weihnachtsmotive haben. Das kommt davon, wenn man beim Packen der Luftfracht 9 Monate zuvor denkt, es wäre nur zwischen den Jahren für ausgiebiges Puzzeln Zeit. Da dachten wir auch noch, das lange Osterwochenende wäre ideal, um es bei noch mildem Frühsommerwetter für Sightseeing zu nutzen (und ein Garten wäre verzichtbar, dachten wir auch). Das Universum hat uns eines Besseren belehrt und der Wettergott hatte sowieso andere Pläne.

Der Ostersonntag war stürmisch und regnerisch, von früh bis spät herrlich kalt und duster und es fühlte sich genau richtig an, drinnen zu bleiben. Quarantäne lässt sich an Feiertagen viel besser ertragen, wenn man eh nicht raus will.

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Apropos rausgehen: Die Hausverwaltung bittet, nur noch zu zweit Fahrstuhl zu fahren. Wir haben beschlossen, das als Familie und Infektionsgemeinschaft zu missachten.

Die Absperrung des Basketball-Korbs auf dem abgesperrten Spielplatz lässt sich leider weniger gut ignorieren. Seitdem ist ein Kind trübsinnig. Basketball war der Hauptanreiz, mit dem Amerika-Projekt Frieden zu schließen. NBA-Spiele schauen – gestrichen. Basketball-Mannschaft beitreten – nach den Tryouts abgeblasen. Körbe werfen auf dem Spielplatz – aussichtslos bis Sommer. Jeder Spaziergang an den Villen vorbei mit Körben in der Einfahrt – ein Stochern in der Wunde.

Wenigstens haben wir im Moment genug Trost-Schokolade.

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Über die fehlenden echten Hasen konnten die neuen Hasenteller ein wenig hinweg helfen.

Autor

Jonna Struwe, freiberufliche Autorin, Bloggerin und Gründerin von Expatmamas.de, dem Portal für Familien im Ausland

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